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C18

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Link: linnaeus.c18.net/Letter/L3267 • Peter Forsskål to Carl Linnaeus, 9 June 1763 n.s.
Dated 9 Jun. 1763. Sent from ? () to Uppsala (Sweden). Written in German.

Mocka d. 9 Jun. 1763.

Wohlgebohrner Herr Archiater und Ritter.

Sie haben verlangt ich möchte Ihnen das Geschlecht des Mecca balsam Baums wissen lassen ehe Sie sterben. Ich glaube jetzt Ew. Wohlgeb. davon benachrichtigen zu können, wünsche aber von Hertzen dass Sie diese Nachricht noch recht viele Jahre vergnügt überleben mögen. Es ist von dem Brownischen neuen Geschlechte Amyris. Ich habe zu Gidda den Baum mitt blättern, nicht aber die Blume zu sehen bekommen. Die Blätter waren fast alle nur ternata, und Alpini Zeichnung scheint nur deswegen bey den Blättern eben so wenig genau als bey der fructification zu sein. Jeder ast, den man brach, gab ein starchen Geruch von Mecca balsam. Die Bäume wachsen häufig wild in der Gegend bey Medina, und dorten allein wird der balsam davon gesammelt. Hier in Jemen habe ich ein Bäum gefunden, den die Araber Âbu Scham, das ist, den riechenden nennen. Er hat Blätter und Geruch vollkommen so wie der Balsambaum, den ich in Gidda gesehen. Nur sind alle folia ternata. Die frucht ist vollkommen wie carpobalsamum und wie sie Alpinus recht gezeichnet hat. Die Blume habe ich daran gesehen, dass sie von dem Amyris Geschlechte sey. Es ist hier in Jemen noch eine andere Species von eben dem Geschlechte; davon wird das Holtz bis in Aegypten verführet, und man rauchet die trind geschirre oder Wasserkrugen damit.

Das Thier in dem Corallen ist ein Priapus, nehmlich in dem Geschlechte der Madreporen. Die andere kenne ich noch nicht so genau. Das gantze genus Priapi hat viele tentacula, kann den Kopf hineinziehen, und komt zuletzt dem generi Hydrae sehr nahe.

Die Alpes in Jemen, wovon der meiste und grösste Theil des Landes beste[h]t gehen steil über die Wolchen herau[s] [zei]gen aber doch immer den Unterscheid de[s] Climats. Lapplands Kälte und Kräuter findet man da nicht, sondern kaum einige von den allgemeinen Schwedischen z. e. Aichemilla vulgaris, Plantago lanceolata, Ranunculus chaerophyllus, Geranium robertianum, Thymus serpyllum, Veronica anagallis &c. Die mehresten sind eigene plantae alpinae Jemenicae, die hier nicht in den untern Thälern wachsen.

Mit der schuldigsten Verehrung verharre
Ew. Wohlgeb.
gantz gehorsamer Diener
Petr[us] Forsskål.

No entry found for note [a] in L3267.Hier ist ein Ast von der Jemenschen Àbu Schám oder Amyris mit Blättern und Blumen.

áMonsieur
Monsieur Charles Linnaeus
Archiatre du Roi & Chevalier de l´Ordre d'Etoile de Nord.
à
Upsale.

upSUMMARY

Peter ForsskålForsskål, Peter
(1732-1763). Swedish. Naturalist and
explorer. Linnaeus’s student, professor
in Denmark in 1759. Joined a Danish
expedition to Egypt and Arabia in 1761.
Died at Jerîm, Arabia.
Correspondent of Linnaeus.
describes the Mecca balsam tree as he had promised Linnaeus to let him know before he would die. He finds description and the image of it made by Alpinus [Prosper AlpiniAlpini, Prosper (1553-1617).
Italian. Botanist and physician.
] insufficient [Forsskål refers to the description given in De balsamo dialogusAlpini, Prosper De balsamo
dialogus. In quo verissima balsami
plantae, opobalsami, carpobalsami, et
xilobalsami cognitio plerisque
antiquorum atque juniorum medicorum
occulta nunc elucescit [...]

(Venice, 1591).
and in De Plantis Aegypti liberAlpini, Prosper De Plantis
Aegypti liber
(Venice, 1592).
]. The tree is common around Medina where the balsam is collected. In Jemen he had found a tree, which the Arabs call it “Abu Scham”. The round leaves look like those of the balsam trees he has seen in Gedda. Carpo balsamum is the fruit and looks as Alpini correctly illustrated it. Forsskål has also seen its flower which seems to be related to the genus Amyris. There is even another species of the same genus. Its wood is sent to Egypt.

Forsskål describes a coral, and an animal in it, a Priapus, which evidently has been added to the letter.

Finally he describes the mountains which are not as cold as the mountains of Lapland. Just a few species here are the same as in Sweden such as Alchemilla vulgaris, Plantago lanceolata, Ranunculus chaerophyllus, Geranium robertianum, Thymus serpyllum, Veronica anagallis etc.

P.S. Forsskål mentions that he has added a twig with leaves and flowers of the “Abu Scham” or Amyris.

upMANUSCRIPTS

a. (LS, IV, 261-262). [1] [2] [3]

upEDITIONS

1. Bref och skrifvelser (1912), vol. I:6, p. 168-169   p.168  p.169.