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C18

Link: linnaeus.c18.net/Letter/L3798 • Alexander Bernhard Kölpin to Carl Linnaeus, 20 September 1766 n.s.
Dated XX. Septembr. MDCCLXVI. Sent from Greifswald (Germany) to Uppsala (Sweden). Written in Latin.

Viro Illustri,
Domino CAROLO A LINNÉ, Equiti Aurato,
S[acrae] R[egiae] M[ajesta]tis Archiatro,
Med[icinae] et Bot[anices] Prof[essori]
longe celeberrimo rel[iqua],
Patrono atque Fautori suo pie colendo,
S[alutem] P[lurimam] D[icit]
Alexander Bernhard Kölpin.

Literas TUAS mihi gratissimas d[ie] 1 Aug[usti] datas serius paullo, initio scilicet mensis praesentis accepi. Magnopere doleo TE poma accepisse corrupta, pro quibus meliora iam iam substituo, sperans fore, ut tandem tertia vice salva ad TE veniant.

Memini TE Domini D[omini] Pallas coram me mentionem fecisse. Accepi nuper literas ab eo d[ie] XVII Aug[usti] Amstelodamo datas. Ecce quae de TE, VIR ILLUSTRIS, quae de se ipso scribit. “Ich wundere mich wie es zugegangen, dass ich den Brief vom Herrn Archiater und Ritter von Linné von dessen Absendung er mich auch noch durch einen andern Canal hat unterrichten lassen, niemals erhalten habe. Ich wünschte dass Sie Ihn gelegentlich davon unterrichteten, und Ihm zugleich schrieben dass ich Ihn als meinen unsichtbaren Lehrmeister über alles hochschätze und gern in allen Stücken dienen will, wenn ich nur weiss was Ihm am angenehmsten seyn würde, un wenn Er nur die Gewogenheit haben will mir meine Fäulheit und Nachlässigkeit im schreiben zuweilen zu vergeben. Wenn ich hätte mit Gewisheit erfahren können wie weit es mit der neuen Edit[ion] vom Systemate Nat[urae] gekommen und ob meine Beyträge noch darinn Platz finden könnten, so würde ich ihm schon längst eine Anzahl Descriptiones und Verbesserungen zugeschickt haben. Selbst in dem ordine Zoophytorum, den ich ausgearbeitet habe, sind mir seit der Ausgabe meines Elenchii, von welchem man Ihnen von Berlin aus ein Exemplar wird besorgt haben (quem autem huc usque non obtinui) schon wieder neue Species bekannt geworden. Wenn Sie mir antworten, so schreiben Sie mir categorisch wie weit der Druck des neuen System[a] Nat[urae] gekommen, und ob etwa ein Appendix dabey gefügt werden wird, in welchem meine Nachrichten vielleicht von einigem Nützen seyn könnten. Ich kann alsdem Anstalten machen um meine Papiere zu excerpiren und das beste daraus, es sey durch Ihren Canal oder directe an den Herrn Archiat[er] und Ritter von Linné zu senden.”

Quam modice de se ipso sentiat, ex sequentibus patebit. Die Fauna Marchica ist zur ewigen Finsterniss verdammt. Durch die Nachläussigkeiten capricen und Einbildungen theils eines gewissen Gelehrten der die Besorgung des Drucks übernommen hatte, theils des Buchführers sind einige Jahre verstrichen. Indessen kam Geoffroi, Scopoli, Poda und andre Dinge heraus, die einen grossen Theil meiner Desc[ription] unnütz machten, und mich würden genöthiget haben, alles wieder umzuarbeiten; ich selbst sahe auch nach und nach die Nichtswürdigkeit meiner Arbeit immer mehr ein, je mehr ich kennen und denken lernte. Ich habe mich also lieber mit andern Ausarbeitungen beschäftigt und die Fauna in Ruhe gelassen, um nicht die Zahl Ihrer unnützen Nahmensschwestern zu vermehren. Jtzt wird von mir ein erster Fasciculus von Miscellaneis Zoologicis mit 14 Kupfer Platten gedruckt, auf welchen ich mehrere folgen zu lassen, willens bin, und worinn ich nichts als rare, und meistentheils unbekannte Dinge beschreibe – – – Entweder gehe ich diesen Herbst oder in Frühjahr vor Kosten des Prinzen von Oranien auf eine naturkündige Reise aus, welches wol nach dem Cap der guten Hoffnung seyn wird, oder wenn mir diese Hoffnung fehl schlägt, so verlasse ich Holland noch diesen Herbst ganz gewiss. Nächstens hievon ein mehreres, denn im September muss alles decidirt seyn. Recommendiren Sie mich, vor allen Dingen an den Herrn Archiater und Ritter von Linné, wenn Sie ihm schreiben. Quotquot autem memini, talis TIBI, de hocce modesto et laborioso Viro, haerebat sententia, ut commendatio mea omnino superflua esse videtur.

Aenigma de plantula mea 5-andra ipse in Postscripto epistolae meae d[ie] xviii Jul[ii] ad TE datae, ni fallor, solvi. Erat mira varietas Gentianae Centaur.

Dissertationes TUAS omnes quae post editum Tomum ultimum Amoenit[atum] acad[emicarum] lucem viderunt quam avidissime exspecto. Ut eas mihi autem ad minimum in duplo mittas, enixe rogo. A multis enim TUIS in Germania cultoribus anxie desiderantur.

Papilionem Apollinem aliqua Insecta Suecica, si tempus TIBI vacat, mihi itidem transmittas humillime a TE peto. Omnia quae mihi destinas Dominis Küsell et Wahrendorff mercatoribus Stockholmiensibus tradenda cures, rogo. Etenim Dominus Koschell, quem TIBI antea ut Commissarium meum nominavi mortuus est.

Moneas, quaeso, Clarissimum Filium TUUM, ut idem faciat. Promisit enim mihi omnia quae Upsaliae, ad Historiam naturalem et Medicinam pertinentia, provenirent in specie Dissertationes.

Salutem huic ut Totae domui TUAE Generosissimae meis verbis dicas itidem rogo. Vale, VIR ILLUSTRIS, mihique favere nunquam desine!

Dab[am] Gryphiswaldiae d[ie] xx Septembr[is] MDCCLXVI.

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a. original holograph (LS, VIII, 116-117). [1] [2] [3]