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C18

Link: linnaeus.c18.net/Letter/L3826 • Johan Gerhard König to Carl Linnaeus, 8 November 1766 n.s.
Dated 8. Novbr. 1766.. Sent from KÝbenhavn (Denmark) to Uppsala (Sweden). Written in German.

Hoch-Wohl-Gebohrner Herr Ritter
und Archiater v[on] Linne!

Ewer Hoch-Wohl-Gebohrnen geneigte Zuschrifft unter d. 12 8br. habe richtig erhalten, im Ausgang des vorigten Monathes und daher bedaure dass es so späth in Händen bekommen habe.

Sie zutheilen mir gütigst die Erlaubniss dass ich die Thiere worvon ich die Zeichnungen letzt die Ehre hätte zu übersenden, dass ich die Beschreibungen über sie ins Teutsche überlieffen mag.

Ich habe mir Mühe gemacht dieses so kurtz und deutlich wie es mir immer möglich gewesen ist abzufassen. Alleine ich beklage zum voraus dass ich zu viel verfehlet habe, solten unrichtige Stellen sich mit einfinden die kleine Begriffe nicht machen so bitte dieses gütigst zu übersehen, und wo es gefällig ist mir es zu benachrichten so will mich deutlicher so viel mir möglich ist erklären, dieses kann gewiss versichern dass ich mir gehütet habe nichts fremdes oder eingebildetes in denen Zeichnungen beygebracht zu haben. Es folgen die übrigen Zeichnungen, auch Beschreibungen hiermit, einige wenige habe zurück behalten, diese bestehen in neuen Hydris und anderen Polyparien, die sich gerne auch wünschte Ew. Wohl. Gebohrnen zu übersenden vors erste muss sie gewisser Uhrsach wegen noch hier behalten. Wenn Ew. Hoch. Wohlgeb. die Zeichnungen gebraucht haben so wolte mir sie gelegentlich zurück gebehten haben, weil ich noch bis jetzt nicht weiss wie es damit hier gehalten werden soll. So bald ich Gelegenheit haben werde will ich die in spiritu Vini noch conservirte Thiere an Ew. Hoch Wohl geb. übersenden. Die Tringa ferruginea des Brünnike habe ausgestopfft an. Ew. Hochwolgeb übersandt, diese Vögel fallen sehr häufig in Island, eine besondere Varietaet von Tringa lobata ist von Groenland diesen Herbst hieher gebracht worden, dessen Pectus et abdomen ist eben so roth wie die Brust der Tringa ferruginea. Die Clio des Herren Browns habe nicht finden können obwohl ich die Zeichnungen des Martens, mit anderen mehreren in Copi mit mir hatte, ich machte mir dessen besonderen structur wegen recht viele Mühe, aber ich war nicht so glücklich dass ich es fandt.

Sonst habe viele Mollusca gesehen die theils wegen denen kurtzen Winter Tagen ich nicht Zeit gewinnen könte sie zeichnen zu lassen, theils auch weil ich nur entzelte exemplare fand, und daher nicht wüste was eigentlich varietaet sind species wäre, welcher Zweifel offt abhielte dass ich verschiedene nicht habe zeichnen lassen.

Assidia aculeata habe getrocknet die Ehre gehabt durch letzterer Gelegenheit zu übersenden, es ist gewiss eine spec. dieses Geschlechts.

Der Orth auf dem Hecla wo ich die Versuche mit denen 3en Magnet Nadeln versuchte, was die äuserte Spitze des Berges, es war daselbst vollig zur rothen Schlackke verbrend; der Theil des Berges welcher noch nicht ausgebrand war, bestund aus einem sehr feinen schwartzen harten Jaspis und war davon ohngefehr 500 Schrit abgelegen wo ich die Versuche machte, ich hielte die Compasse auf der blossen Haand, und weil ich wegen der Ausdünstung und des starcken Schweisses von meinem Körper einigen Zweiffel hatte, so setzte die Magnet-Nadeln auf einem zwischen denen Steinen befestigten Stock, ich setzte meinen Hut darauf, alles war gleich viel, und sie nahmen ihre richtige Stellung nicht eher wieder an biss. ich vom Berge abgekommen war.

Ew. Hochwohlgeb. bitte nochmahl die begangene Fehler zu übersehen.

Jetzt wird unsere Königin mit Pracht hier in Copenhagen eingeführt.

Ich habe die Ehre in grösster Hochachtung zu seyn
Ew. Hochwohlgebohrnen
Untertäniger Diener
Joh. Gerh. König.

Copenhagen d. 8 Nov. 1766.

upSUMMARY

Johan Gerhard KönigKönig, Johan Gerhard
(1728-1785). Danish. Physician, born in
Polish Livonia. Private pupil of
Linnaeus in 1757. Visited Iceland. Went
to Tranquebar in India, to Thailand and
Ceylon. He died on his way to Tibet.
Correspondent of Linnaeus.
thanks Linnaeus for his letter of October 18 [this letter has not come down to us], which he had received at the end of the preceding month. He is sorry for the delay in answering.

König is glad that Linnaeus accepts having Königís descriptions of animals written in German.

König has tried to make these descriptions as short and clear as possible. He regrets that he may be mistaken in terms and in citations, and if Linnaeus tells him what could be improved, he will be glad to explain or to change his texts. He stresses that he has been very careful not to introduce alien or imagined details in his drawings and encloses a number of drawings and descriptions. He has kept a few, presenting new Hydrae and other polyps, which König would be glad to send to Linnaeus later. He has a special reason for the postponement. When Linnaeus has made use of the drawings, König wants them back at some convenient occasion, as he is not sure how he is allowed to make use of them. He is also ready to send Linnaeus specimens preserved in spiritus vini. König has sent Linnaeus a stuffed specimen of Brünnikeís [Morten Thrane BrünnichBrünnich, Morten Thrane
(1737-1827). Danish. Professor of
natural history, Copenhagen. Later
employed by the Danish mining department
in Norway. Correspondent of Linnaeus.
] Tringa ferruginea, which is very common in Iceland. A special variety of Tringa lobata has been delivered to Copenhagen from Greenland this autumn; its breast and belly are red just as that of Tringa ferruginea. König has not found Brownís [König means Patrick BrowneBrowne, Patrick (1720-1790).
Irish. Botanist who made six voyages to
the West Indies. In 1756 he published
The Civil and natural history of
Jamaica
(1756). Correspondent of
Linnaeus.
] Clio although he brought copies of Friedrich MartensísMartens, Friedrich (1635-1699).
German. Surgeon and barber, Hamburg.
drawings [König refers to Martenís Spitzbergische oder Groenlandische Reise-BeschreibungMartens, Friedrich
Spitzbergische oder Groenlandische
Reise-Beschreibung, gethan im Jahre
1671
(Hamburg, 1675).
] with him to help him recognize it. He had devoted rather a lot of work to that, but without success.

König has seen many molluscs, but the short winter days did not allow him to draw them. In addition, König had only seen single specimens, so it was impossible to decide what was typical for the species and what were varieties.

König has sent Linnaeus a dried specimen of Assidia aculeata.

The place on the Hekla, where König had tried the compass, was the outermost ridge of the volcano. The ground was burnt into red slag, but the part that was not yet burnt consisted of fine black jasper; it was about 500 paces from where he made the test. He had held the compass in his naked hand, but since he sweated heavily, he had some doubts over the accuracy, so he placed the instrument on a log lying between the boulders and put his hat over it. The position of the compass was consistent, and it did not return to its normal position until König had come far from the mountain.

König asks Linnaeus to be indulgent towards his mistakes.

The Danish Queen [Caroline MathildeCaroline Mathilde,
(1751-1775). Danish. Queen of Denmark,
wife of King Christian VII
] is magnificently welcomed to Copenhagen.

upMANUSCRIPTS

a. original holograph (LS, VIII, 149-150). [1] [2] [3]