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C18

Link: linnaeus.c18.net/Letter/L4181 • Johan Gerhard König to Carl Linnaeus, 26 February 1769 n.s.
Dated 26. Februarij 1769.. Sent from Tranquebar (India) to Uppsala (Sweden). Written in German.

Hoch-Wohlgebohrner Herr Archiater,
sehr Vornehmer Hoher Gönner!

Diejenige Zeit schätzt vor mir glücklich wenn Ewer Hoch Wohl-Geb. die Ehre haben kan mit einigen Nachrichten aus anderen Welt-Gegenden aufzuwarten, ins besondere aber jetzt da ich dass jenige mit übersenden kan was mir möglich gewesen ist für höchst Dero selben zu samlen. Nur wünsche dass es bald und wohl in Dero Händen gerahten möchte.

Ich habe die Ehre gehabt über Engeland schon ein Schreiben an Dieselben zu übersenden. Die Briefe aber die so weite Reisen über die See gehen müssen stehen viele Gefahren aus ehe sie in rechten Händen kommen. Deswegen bitte mir die Erlaubniss aus dass ich nochmahlen dass was mir auf der gantzen Reise besonders als merckwürdig in der Natur vorgekommen ist zu wiederholen.

Auf der Rheede vor Helsingoer waren viele Enten von der Gattung d. H. Archiaters Anas Hiemalis, am Ufer des Meeres hinter der Vestung waren gantze berge von Fucis ausgeworfen, worunter fast alle Arten dererjenigen Fucis waren die Hudson in Engeland auch ich in Island vorgefunden habe, ausser diesen waren einige die ich als neuere erkandte und H. Pr. Öder und Friis zugesandt habe, die Nachbahren dieses Ortes werden bey mehrerer Zeit auch mehreres entdeckken können, als meine zerstreudte Gedancken es erlaubten, wegen meiner so weitläuffig mir bevorstehenden Reise, die mich mit anderen Bildern beschäfftigte.

Die gantze Nord und Spanische See welche ehedehm von See-Vögeln und Walfischen aufgefült war, wie ich nach Island reisete war jetzt gäntzlich fast leer von diesen Thieren, ich sahe nicht ein eintzigen Pelecan. Bass. under Hitland, der sonst sehr allgemein da zu seyn pfleget, nur Larus Rissa, Rita und am mehresten Procell. Glacialis diese waren und blieben unsere Gesellschaffter bis in der Gegend von Cap Finis Terrae, unter Ferrö sahen wir, bey schönen Wetter eine Wind-Stütze, und den Tag als am Neu Jahrs Tage hatten wir einen erschräcklichen Sturmwind, von der gegen Lissabon kahmen uns einige Land Vögel am bord, es waren Corvus Corona, Alauda arvensis einige kleine Tringae und ein paar schön gefärbte Vögel die aber uns verliesen ehe sie erkante, wie krigten einen mässigen Sturm der uns aber bald nach Madera brachten, wo wir d. 19 Jan. zu Ancker gingen. Ich dürffte den Tag unserer Ankunfft nicht am Lande kommen ehe d. H. Capitain seine gewohnliche Verplichtung gethan hatte, unter diesen gehörete auch keine Bücher mit am Lande zu bringen, den Tag drauf kahm am Lande, und ich musste d. H. Archi. v. L. Systema Naturae welches in der Tasche hatte dem dasigen Bischoff zur Durchsehung zubringen lassen.

Der Haven dieser Insel ist eine Bucht der Insel sehr tief wo sie andern müssen, ewrein und gefährlich bey verschieden Winden, der Ufer ist sehr gefährlich wegen der Brennung der Gewaltsahmen well anzukommen gantz bloss bey der Gegend der Anfurt von Meer Pflantzen, denn Strand Ufer deckten schwartze Hand Steine die ein schwartzer Trap Stein oder zu denen schwartzen Jasp Arten sich nähernde Stein Art ist aus dem Meer wird ein schwartzer Sand gefischt der mit Glimmer unter mischet ist über Ackerter Sand oder auch diese schwartze Stein Art machten die Veränderungen der hohen Ufer aus, der Berg Fuss wurde mit Gebürg Mulle gedeckt höhen an denen Bergen war offt Thon der bisweilen sehr hochroth gefarbt war gegen die Mitte des Berges war ein in ballen sich schieffrender Sand Stein, dessen inwendiger Kern gantz schwärtzlich verwillender Art war (ich melde dieses hier nur deswegen weil ich in Isl. von diesen ballen viele gefunden deren Kern sich entgründet und von selbst verschlagt, oders wenigstens verwittert zersprungen woraus eine Saltz Art ausgewittert, auch bis welen zu ein Selenit übergegangen ist).

Über dieses Stratum war gemeiniglich Thon, die Spitzen der Berge machte gewohnlichst ein solcher schwartzer Stein der zu einen sehr harten schwartz grünes Sand Stein überging in seiner varietaet unter diesen fanden sich häufig aufgesprengte losse verschlagste Steine; an anderen Stellen so wurde ein losser Schäumigter halberschlagter Töhnigter Stein am Meer Ufer gebrochen, in denen Gebürgen brachen die Leute ein sehr harten schwartzen schäumigten Stein, beyde wurden zum banen angewandt, erstere die sehr viele Abänderungen hatte von roth Purpur farben gelb grau gemischte farbigt, und welches leicht zu bearbeiten war brauchten die Einwohner zu Tühr und fenster Rahmen die 2te Gattung die sehr hart war wurde zur Vestung angewandt in denen Steilen Ufern wo es aus dem schwartzen Trap-Stein bestund fand einen ziemlich starcken gang der gäntzlich zur rothen Schlagge ausgebrandt war Keine Graniten kein felss, kalck Stein Arten fand hier nicht die geringste Spur zu Qvartz Adern gingen hier kleine fast gantz perpendiculair durch die gesteine war aber rar. Qvartz Crystallen waren in den Hölungen der Stein unansehlich und klein, ein Stuckchen rothen Jaspis fand der denen Isl. Jasp. in allem glich, und gewiss die gantze Insel Madera glich in ihren Schichten Island.

Meine Absich richtete hauptsachlich gleich im vegetabilischen Reich auf die Grass und Filices Arten, es war hier eben der Winter, viele Bäume waren gäntzlich entlaubt und gantz wenige büheten. Am Meer Ufer fand nur an einen Ort etwas vom Fuco Muscoid. und etwas von Conferv. Rupestris an Strande wuchs Hyosc. alb Parietar. und Urtic. Matric. Maritima, an denen Stadt Mauren wuchs die wohlrichende farren Art häufig, die Erd flache wird hier nicht mit Moosse so bedeckt wie in Europa nur auf denen Berg Spitzen da geschahe es dass Hypn. Velut die Steine und Erde bedeckte, doch nicht so starck wie bey uns. Viola Martia blühete in einem wallnusswald, man pflantzt Reben in denen Weinbergen, und bey jeder Rebe wurde ein Stück vom Stein beygelegt in der Erde, die Reben werden an Rauten weiss gebundenen Arundo Donax welches ohngefehr 2ne Ellen hoch von der Eidfläche auf Pfähler befestiget ist, an gebunden und hier auf ruhet hernach der gantze Wein-Stock. Weitzen wird hier auch gesaet, der Zuckker Rohr aber vernachlässigst, weil ersteres mehr 2 teres weniger und der Zuckker am wenigsten einbringdt. Cactus opuntia ist hier ein Vitium, die gesamleten Pflantzen übrigens hatte viele Mühe zu conserviren, wegen der Regen Zeit die jetzt hier war. Lavendula multifida β wuchs zwischen denen Steinen am hohen Meer Ufer Lavand. Arch. war die Mitte des Berges leicht bewachsen mit Ruta graveol. wuchs hier zwischen, dieses war viel schärfer als es bey uns in denen Gärten zu seyn pflegt auf denen Berg Spitzen fand Polypad. Auritum, und mich erfreuete es sehr dass ich den Lichen welchen ich ehedem auf dem Hecla berg zu erst gefunden habe hier auf diesen Spitzen an verschlaggeten Steinen häufig fand Linum usitatissimum wuchs in denen Tähler unter dehm Gebüsch sehr häufig wild. So dürre und unvergnügsahm die Seite der Berge aus sahe welche sich zur Stadt wendete, so angenehm schön grün war die andere dagegen, hier waren Lohrbeer Sträuche häufig beyde Geschlechter Erica, Arborea schickte sich an zur Blüthe Mimosae, Cassiae waren ordinaire Bäume, hier war alles herrlich und grün, die wolcken rauscheten um mich und machten mier ein Gethone dessen ich in Island so offt gehöret hatte und welches mich eine angenehme erinnerungen veruhrsachte kleine bachlein stürtzten sich von Stilen Gesteinen herunter, wurden zu einem bach, welches sich von weitaus bebreiteten Ästen. Grosser baume die ich zu kennen wünschete überdeckt wurde, hier trieb mich nur die Nacht von und ich hatte gegen 2 Meilen noch zu gehen über die Gebürge.

H. Doctor Hebberden ein Engländer der hier Medicus war und ehedehm Land Physicus auf Teneriffa, hatte die Höhe dieser Berge abgenommen und es ¾ Englische Meilen hoch perpendiculair mit einem Quadranten gefunden. Dahingegen war der Pico de Teneriffa 1ne gantze Engländische Meile hoch ich bin gewiss versichert dass es ein guten Theil höher ist, ich setze die schrähe linie bis 4 gegen den perpendicul. 1. ich ging in 1 ½ Stunde so geschwind wie ich bergunter gehen konte, der weg war ziemlich gerade herunter, es ginge den ¼ Stunde zu denen Krummungen so habe dorh 5/4 Stunde zur geraden Linie herunter angewandt, ich war den tag drauf über den Lenden voller Schmertzen wegen dem Gleich Geuricht den ich den Berg hinab hatten müste mit dem Körper, ich kan daher seine grösste schrähe nicht höher rechnen wie 4 gegen eines. Chenopodium urbicum wurde hier für eine gifftige Pflantze gehalten. Datura Fastuosa wuchs hier an denen alten Mauren, ein Polypodium der hier an einer Berg Festung wuchs gantz weiss grün und wolligt aus sahe wolte so gerne herunter holen alleine ich kone es nicht mit denen händen erreichen, und wurde hernach davon abgehalten. Der habitus kahm dem Polypodio vulgari gantz nahe.

Nach dehm ich mir 8 Tage hier am lande aufgehalten hatte must ich wieder am Schiff und d. 29 Januarii wurde unsere Reyse fortgesetzt, wir kamen kurtz darauf zwischen denen Canarien Inseln durch die Insel Palma blieb uns zur rechten eine sehr hohes lägstreckkigstes Gebürge zur lincken sahen wir drauf die Insel Teneriffa worauf der Pico eine Kegel formige Spitze weitz über die Wolken hervorragete dessen Tähler von angefülten Schnee herfür leuchteten, Gomorro blieb uns den Tag drauf auf eben dieser Seite und zur linken kahmen wie der Insel Ferrö sehr nahe, diese ins besondere und die übrigen alle hatten in Absicht ihr äuserliches ansehen vieles mit Island und Ferrö in der Nord See gemein, und glaube auch dass sie ins gesamt ähnliche Uhrsachen zu ihrer Entstehung haben werden, und dieses bekräfftiget noch etwas mehr meine Vermuhtung dass aus der Meer tieffe erhoben worden, weil ich von d. H. Hebberden einiges gediehenes Schwefel erhielte welches von dem Pico de Teneriffa genommen war. Der Tropick Vogel war drauf mich vergnügete viele Haye wurden drauf gefangen mit samt dessen Sauger aber seinen lootsen hatte nicht gelegenheit zu erhalten, unter dem 10ten grad. süder breite, waren wir vermuthlich auf einer Banc, es schwammen uns häufige Gewürme die über einer Spännen lang waren von rothlicher und violetter farbe vorbey, sie waren so dick wie ein Gänse feder Kiel an ihrem dikkesten Ende etwas runtgeligt und hin und her gebogen, vorne hatten sie einen Wisch von fadenförmigen Armen, ihre Gestalt gleichet der Figur des Herren Ellis Platte 34 fig. a. b. ohngefehr Medusa porpita der beyde Wind Seegler schwam uns auch häufig vorbey. Es hat diesen Nahmen gewiss nach seiner Verrichtung ich habe mit meinen Augen gesehen wie diese Thiere sich umgeleget haben durch ihre Krümmung neben dem Winde und also treiben sie den nur wenig nach vorne, sonst würden Sie bald vom Winde aus ihrer Gegend gebracht werden. Ich habe einen Entwurff mit einer bley-Stifft gemacht nebst einer Beschreibung welche ich die Ehre habe denen Herren Archiater hiemit zu übersenden, dass gelbe an denen Enden hab ich nicht gefunden welches H. Osbeck meldet, meine wahren wenig rötlich.

Einige Vögel flohen uns in diese Gegend vorbey welche die See-Leute die Schneiders nenneten, und dass wegen 2ne lange rectrices die sie bisweilen ausbreiteten und wieder zusammen schlugen wie mit einer Scheere zu geschehen pfleget. Sie waren weiss unter dem bauch Schwartz über dem Rückken mit einem weissen Ring um Halse, es schien dass sie dem laro parasitico nahe verwand, waren aber viel grösser.

Eine Sterna Stolida kahm zu uns am Bord geflogen und wurde gefangen in gleichen waren einige Dum Köpff unsere Gefährten, wir verlohren zeitig unsern schwach gehabten passat und 3 wochen müsten wir fast stille liegen unter der Linie wo uns offte hefftige Gewitter mit starcken um sich schlagenden Strahlen ängstigen, der Blitz hatte hier nach der verschiedentlichen Krafft auch verschiedentliche farben, der hell weisse und dessen nahest farben waren die hefftigstein, die dröhnende Krafft die viel hefftiger war als bey uns eines donner schlages war zeuge seiner Krafft, und der Geruch der nach blieb glich in allem dem Øtro flammante, der Purpur farbene blitz war der leichteste, wir hatten unter dem Tropic cancri immer einige Vögel neben uns gehabt die etwas grösser wie die Tauben und weiss unter dem Bauch und schwartz auf dem Rückken dabey im Körper länglicht waren, jetzt da wir unter dem Tropic Capri Corni waren, so hatten wir einige besondere Species die gantz braun oder nur wenig weiss unter dem Bauch waren, wir bekahmen einen starcken passat, und kurtz drauf passirten wir die Sonne welche noch auf diesem Tropick war, ich bemerkte dass just da wir die Sonne über unsern Scheitel hatten, dass gewiss die Lufft kühlen war wie wenn wir wenige Graden von ihr entfernt waren, dieses habe hernach hier wieder in Tranqueb. selbst erfahren auch von anderen die dieses mit bemerckt bekräfftigen gehöret. Dieser passat brachte uns Brasilien und der Gegend Paraguay vorbey, wir erreicheten den 38 gr. Süder breite ehe wir recht uns nach Cap. hinwendeten, der Trompet Grass erfreute mich zu erst dass wir Cap in unser Nachbahrschafft hatten, eine grosse Schildkröte schwam uns deicht vorbey, wir kriegten drauf viele Gattungen Vögel zu sehen, dabey es nur bey denen wünschen bleiben musste kennen zu lernen einige variirten in ihrer farbe sehr, waren gross und kahmen mir vor dass es Pelecanus Fiber seyn musste, andere glichen dem Pelecano Bassano aber sie hatten nur einen kurtzen halss und der Schnabel war nicht grünlicht eines war dem Larus Marinus gleich war aber viel grösser, ich muss noch melden dass ich in einer Enfernung von Cap aber auf selbiger höhe fast wo einige kleine Inseln seyn sollen, den Larus Catarractes verschiedentliche gesehen haben. In der Gegend bey Cap schien recht dass Vaterland der Procellaria pelagica zu seyn, diese waren hier recht häufig und fischeten hier auf die Meerflache ohne dass wir Sturm daruf bekahmen, welches doch sonst nicht fehl zu schlagen pfleget eine andere Gattung die eben wie die Procellar. pel. auf der Meer flache spatziereten, die hielten sich aber in trifften auf, waren fast selbiger grösster Aschgrauer farbe, an bauch ein wenig weisslicher wo ich nicht irre so fält diese Gattung hier bey Tranquebar, wir kahmen in den Hafen an bey Cap d. 19 Aprill, dass Meer Wasser war hier bis weil in der See gantz trüb und milchigt, ich fand hier den Ufer voller aufgeworfener Fuci unter diesen war der Trompet-Grass einer der grössten Fuc. Sacharinus, Scoparius war hier auch mit häufig genuug, die Seiten der Gassen waren mit Cyperi und mit Agrostis Cruciata bewachsen Mesembryanthem edulae wuchs in sandigen auch niedrigen Stellen häufig alles war mir neu, Ich konte nicht gleich den ersten Tag drauf da ich angekommen war Audience bey d. H Gouverneur Thulbag erhalten weil Er etwas kränklich war, ich ging daher auf dem Löwen berg und dem Löwen Kopff hinauf an dem fuss dieses berges war ein kleines gelbes Ornithogallum, kleine hyacinth. waren häufig, verschiedene Gattungen Oxalis, an denen Seiten dieses berges waren viele trockene Gattungen von Mesembryanthemis, gegen und auf dem Rückken war die Oxalis foliis ovatis petiolatis scapo stricto nudo, an denen Steinen wuchs eine Oxalis die unserer Europaeischen gleichete allein sie kroch nicht an der Ende sondern dessen Bluhmen Stiel kahm aus einem Bulbo, und die Blätter hatten ihre eigene Stielchen jeder, alles war kleiner, nur der blüten Stengel war länger zarten wie der Europaeische, die farbe der Blüthe war weiss die mehresten Pflantzen waren hier verdörret weil es winter hier war Gladiolus blühete noch am häufigsten, ein kleines exemplar eines Echii spec. war auch noch in Blüthe, ich ging den Löwen Kopff hinzu, welcher ein steiler Kegel förmiger Zipfel ist hier waren häufige Gattungen von Gerania, die Osmund. welche unser Spicant gleichet wuchs hier häufig im gleichen auch die Pteris foliolis ovatis petiolatis eine binsen Art welche lange fadenförmige runde zugespitzte Bletter hatte die sehr zähe waren, dessen blüthen auf einer eigenen aufrecht stehenden Blüthen Stengel in einer Art Umbella zusammen gebracht waren, hatten alle abgeblühet und stunden in Saamen dessen Capseln waren 3 locularis hiemit war es vom fuss des berges bis fast oben zu deicht bewachsen, ich ging mit meiner Leute zu hausse. Denn andern Tag drauf hatte die Ehre mein Aufwartung zu machen bey gemeldeten H. Gouverneur, welcher auf die Empfehlung des Herren Archiaters (wofür ich hiemit wieder aufs neue meinen verbindlichen Danck abstatte) mir seinen Gärtner denn Er liebet welcher auch die Insecten für d. H. Archiater gesamlet hat und auch für den H. Profes. Burman die Pflantzen zum theil die Er in Kupffer ausgegeben hat gesamlet und übergesandt, anbefohl damit wir beyde die Gegenden durchsuchen solten, ich ging drauf mit diesem Gärtner den Tag drauf schon ehe es Tag war nach dem Taffelberg zu, es war die Lufft dick nebeligt wir kahmen durch eine schmaale Berg Spalte in die Höhe auf der obersten Fläche des Taffel berges an denen Seiten dieses Berges wuchs häufig die gesandte Amaryllis Crinum afric., Lobeliae und verschiedene Arten Aspalati, auf der aller öbersten Kante des Gebürges war es wo der Leucadendr[a][a] : MS1 cynaroides [added by
Linnaeus
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. foliis orbiculatis wuchs. Es war ein schönes gewachs der blosse Stam war kurtz, die Äste breiteten sich aus mit gekrummeten Enden formirten daher einen kugelförmigen frondem, an denen Enden der Äste sassen die grossen Blüthen, dessen Bluhmen deckken waren braun, die Bluhmen Krone bleich rosenfärbig die filamenta weiss rothlich es prangete recht herrlich diese ungewohnlich grosse Blüthen, ich fand nur 2ne dieser Baumchen der Gärtner hatte diese Gattung noch nicht gesehen, neben diesem baum war eine Erica welche ich den H. Archiater eingeklebet die Ehre habe zu senden dessen Äste waren steif aufrecht, die Blüthen kugelförmig weiss gläntzend klebricht, eine Spec. von Calceolus fand nur hier oben, alles war meist sich zu dem Winter stickkend, der Berg oben ist nicht so flach wie man es unten ansiehet, es sind verschiedene Hügel drauf auch Niedrigungen die sumpfig sind, und mit Grass ähnlichen Pflantzen die höher wie ich waren angewachsen sind, Seen, Teiche sind darauf gar nicht in dem harten weissen Sand Stein woraus meist die Oberfläche bestehet sind durch der Zeit ausgehöllte Beckken, welche mit schönen reinen Wasser angefült waren, in diesen waren noch gantz junge Frösche, ein ziemlicher Haufen wuchs in denen feuchten Stellen Drosera, die übrigen grassähnlichen Pflantzen habe die Ehre mit zu senden, ich habe sie nicht examiniret wollen weil nur wenige exemplare etwas complet erhalten konte, keine andere Thiere sahe hier als nur 2ne kleine Vögel von Sperling Arten, und Spuren von Steinbackken; an der ostlichen Seite dieses Gebürges war es steil und deicht bewachsen mit Gesträuche und mit Bäumen von Leucadendrones und Proteae, woselbst die Pavians sich aufhalten und offte mir auf denen steilen Stupffen der Steine zuschrien, der Lichen welcher unter denen Umbilicatis gehöret und gantz roth ist wuchs hier sehr häufig an denen Steinen und hohen Seiten imgleichen der Lichen No. 31 wobey zugleich dass besondere Polypodium in meiner Beschreibung No. 44 wuchs. Acrosticum pectinatum wuchs häufig just in der Mündung des obersten Aufganges zwischen dem Grase nicht wie sonst gewohnlich in Stein Ritzen Filices zu wachsen pflegen. Es war spät in der Nacht wie ich zu meinen Qwartier in der Stadt ankahm ich ging drauf den Tag wieder den Teufels berg an, ich fand hier eine der niedrigsten Bäumen mit, es hatte aber grosse eyförmige Blätter keine Blüthen Mentha aquatica wuchs an einen kleinen Bach Clutia pulchella, Mimusops neben ihm Ericae, Lobeliae Erinus und Erinoides wuchsen häufig mit Polygala und Oxalis pes Caprae in dem grob grusigten Boden, ich fand 2ne mir neu vorkommende Pfläntzchen welche eine ich d. H. Professor Öder den 2ten d. H. Pr. Friis gewidmet und mit ihren Nahmen beleget habe, solten sich als neue Pflantzen maintiniren so empfehle es d. H. Archiater bestens im fall es Sie so gefaltig wäre dass diese Pflantzen die zugeeignete Nahmens beybehalten möchten, es folgen davon auch einige exemplare nebst Beschreibungen mit. Drauf ritt den nächsten Tag darauf nach Constantia, ich kahm über eine grosse Fläche welche aus einer röthlichen sandigen Erde bestund, hier waren die häufigsten Ericae, Arten Salviae, Lobeliae, Anthrici und andere mehrere Pflantzen davon die wenigsten in Blüthen war. Acrostich Thelypteris fand ich hier als Landmann an einem kleinen Bach, ich samlete hier eine grosse Mengge Pflantzen unter denen waren die vielen grassähnliche Pflantzen. Constantia ist ein berümter Weinberg am Fuss des Taffel Berges an dessen ostlichen Seite es sind nur noch ein paar hier Benachbahrte Weinberge die diesem nächst geschätzet werden, der Wein welcher hier bereitet wird hat so wohl wie die Trauben einen Aromatischen Geschmack und wird nach dem einen Hoff Constantia Wein genandt, es lieget sehr angenehm zwischen einen Wald von lauter Proteis und Leucadendrones die Erde worin diese Bäume wachsen ist ein röthlicher Sand mit etwas Gebürg Mulle und Thon eingemischt der Frons der Proteis gleichet unseren Europaeischen Fraxinis, wenn sie jung sind die Rinde dieser Bäume ist weisslich grün glatt, recht grosse Bäume habe ich nicht gesehen von dieser Art die höchsten Bäume die ich gesehen habe sind bis 8 Ellen hoh gewesen, Blüthen waren nicht daran, Saamen habe etwas an d. H. Pr. Öder geschickt so wohl von diesen Baum als auch von einigen Leucadendrones welcher den Herren Archiater die Ehre haben wird vieles mit zu theilen. Übrigens habe mit dem Gärtner Andreas Auge verabredet dass Er alles warum entweder der Herr Archiater beliebigst ihm umzuschreiben wollen oder auch gütig mir nur dazu beordren wolle dass Er es best möglichstermassen ausrichten will. Selbiger Gärtner schickket jährlich Samlungen von Insecten die er theils selbst fanget theils auch von ihren Gewürmen aufziehet und ihre Veränderungen abwartet, ich habe ihm mehrere Anleitung gegeben damit er sich nur nicht an gewisse Arten binden möchte und dieses habe mit ihm in allen Theilen der Natur geschichte gethan. Ins besondere habe ihm gebethen die aufgegebenen Pflantzen ihre Blüthen in brandte wein zu conserviren und nach Europa an d. H. Pr. Öder zu übersenden wohin öffters Gelegenheit sich findet.

Es war noch ein Tag zurück dass ich mir hier auf Cap umsehen könte, diesen wendete an die westliche Gegend von Löwenberg zu besehen, ich fand hier besonders ein Geranium welches gelbliche Blüthen aber keine Blätter hatte Geranium rapaceum blühete gleichfalls ohne Blätter, dass kleine Anthericum spirale wuchs hier häufig, ich samlete über 30 exemplare zum trocknen die ich mehrentheils verlohren habe während dem trocknen in dem so sehr engen Raum wo ich mir aufhalten musste. Am Strande samlete die vielen Arten Fuci und zerschnitt viele Stengel von Fuco sacharino, Scopario und Buccinali ich hielte sie gegen ein ander und riss mit eigner Hand von denen Klippen verschiedene loose von diesen Gattungen, wornach ich drauf meine Beschreibung über dem Fuco Buccinali verfertige, der Ornithogalum und der Dydynamist die ich beyde beschrieben habe wuchsen im Sande am Meer Ufer. Nach dehm ich 5 Tage botanisiret hatte theils dass ich wegen Regen wetter nicht ausgehen konte theils auch dass ich nach Copenhagen schreiben musste so musste d. 28 am bord des Schiffes und den folgenden Tag seegelten wir von dem Lande weg wor selbst ich innigst wünschete einige Jahre mich umzusehen, wir kamen auf der so genanten Capischen Banck, es wurde mit der Loot Linie nichts anders wie einige kalckigte Corallinen aufgezogen die gantz kleine waren, und denenjenigen gäntzlich glichen die ich aus Island in runden ballen mitgebracht und an d. H. Archiater zu übersenden die Ehre gehabt habe.

Wir seegelten in dem Canahl von Mossambyck welcher zwischen dem vesten Lande von Africa und der Insel Madagascar gehet, ein schweres Gewitter ängstigte uns einige Nächte und es war hier so wohl ein Vester Kenn Zeichen der See erfahren dass an dem Ort wo es des Abends blitzet, da komt der Wind den Tag drauf her, dieses ist immer etwas gewisses in der sogenanten Mauritien See. D. 6 Junii wurden wir die Comorrische Inseln gewahr. Sie waren alle sehr hoch und gebürgit, wir kahmen noch selbigen Abend der Insel Johanna deicht unter dem Lande aber eine gäntzliche windstille hinderte dass wir nicht Ancker Grund erreichen konte. Ich ging darauf des Morgens in der Frühe mit einem Canot (ein ausgeholten balcken) am Lande, und mit wenig Provision ging gleich darauf dem Gebürg hinauf. Alles war hier gleich mit Island und Madera in Absicht der bey Schichten der Ufer des Strandes bestund ebenfalls aus schwartzen Sand und Steinen, gegen 2 Meilen im Lande über die Gebürge fand eine gantz grosse distantz die vollig aus lauter verschlagten Hügeln bestund und ich kan dieses als ein gewiss Ken Zeichen annehmen, wo die Stein Arten aus einem schwartzen Trap oder dem Jasp ähnlichen Stein Art bestehet da glaube ich hat ein Erdbeben oder ein Vulkanische Uhrsach die Insel aus der Meer tiefe hervor gebracht, es sind mehrere Umstände noch dabey verknüpfft die ich jetzt aus Mangel der Zeit nicht die Ehre haben kan mit aufzuführen, ich habe in dess um gewisser zu werden ob mehrere Inseln diese Arten Steine in dieser Gegend haben, ich habe desswegen denenjenigen aufgetragen die nach Necquebar und zu denen Maldiven hingereiset sind mir von der gemeinen Sand und Stein Arten mitzubringen, von denen Maldiven habe schon kleine Proben gesehen, diese hatten mit der Johannischen Stein Art einige vollige Ähnlichkeit.

Die wenige Pflantzen welche ich habe samlen können habe die Ehre hiemit an Dieselben zu übersenden ich hoffe des Herren Archiaters gütigen beyfall ins besondere der grass und Filices Arten wegen worauf ich mein mehrestes Augen merck richtete. Fuci war nicht eine eintziges der zu sehen.

Scoparia dulcis, Cotyledon laciniata Sterculia wuchsen häufig an einem kleinen Bach. Lobelia Zeylanica eines fingershoches Cassia in denen grasigten Wäldern in einem Acker wuchs eine schöne Pflantze schön in Absicht ihrer Blüthen die feuriger wie die Amaryllis formosissima in ihrer farbe war auf der oberen Seite, auf der unteren war es etwas gelblich, es gehöret unter dem Didynamia Angiosperma ich kan es nicht wohl unter einen Geschlecht bringen des H. Archiaters, solte es neu seyn so widmete es dem aus dem alten Schonischen Geschlecht herstammende und den so grossen Freund aller Gelehrten und auch selbst ein grosser Gelehrter ist, dem Herren Geheime Raath Thott ich bitte auch dessentwegen wenn es d. H. Archiater so gefällig wäre dass es noch diesem grossen Herren benandt verbleiben möchte zum Ehren Andencken meiner Danckbahrkeit. In dem Grunde des Meeres waren viele Corallen, die aber unter der Zeit am Bord gebracht waren, wie ich mich auf dem Lande aufhielte, daher es kahm dass ich es nicht eher zu wissen krigte bis wir wieder davon seegeln solten; die Einwohner sind hier alle geflüchtete Araber vom Geschlecht Ali haben diesses land in 32 Abkömlingen bessessen (genauer wissen Sie es nicht) sind Mahometanischer religion, haben ihren eigenen König dem zugleich die Insel Mayla zugehöret. Die Insel Comorra hat viele Könige welche immer weg fast unter einander Krieg führen, der König von Johanna bringet auf 6 000 Man auf die beine wenn Er bisweilen genöthiget wird seine Schatzung auf der Insel Mayla einzutreiben. Mobilla hat seinen eignen König, die Nation ist sehr diebisch welches ich selbst erfahren habe, doch strafen sie den Diebstall hart; man sahe verschiedene am Strande gehen denen die Hand eines geringen Diebstalls wegen abgehauen war, und diese wurden von denen andern verabscheuet, ich kahm durch einigen Dörfern und auch entzelten Baur Wohnungen, sie hatten Häuser von Erde und mit ein Art Rohr oder Cocos blättern gedeckt, diese waren eingezäunt entweder gantz oder die halbe Seite von zusammen geflochtenen Cocos blättern, die hernach durch stangen in der Erde gesteifet wurden wovon diese geflochtene Blätter angefertiget waren. Ich habe hier viele Arten Saamen gesamlet unter diesen waren viele Malvaceae und Convolvoli Arten. Ich habe vergessen den H. Archiater dass besondere freude mir vorgekommen ansehen eines schönen Schattenreichen Bäumchens von der Classe der Syngenesisten zu erzehlen, ich fand es im Walde auf denen Gebürgen der Stamm war vollkommen so dick wie mein Arm und so hoch dass ich fast unter seiner Krohne aufrecht stehen könte die Krone war kugelförmig und gantz schatten reich ich fand 2ne solcher Bäumchen in der Gegend ihre Blüthen waren weisslich ins gelbe fallen sie gleichen dem äuseren Ansehen denen Conyzis. Unsere Reise wurde drauf drauf fortgesetzet, wir hatten dem gantzen Canal durch vielen fucum natantem gesehen, und jetzt hatte dass Glück in einem Tage vieles aufzufischen, es waren über 3 Species die also zu schwimmen pflegen, in diesen fand häufig Scyllaea pelagica ich habe davon eine Zeichnung entworfen so guth ich konte mit einer bleyfeder nach dem Leben. Dass vordeste paar derer Armen ist perforirt, und durch einen Microscop wird man die schönen länglichten blauen fleckken deutlich gewahr schwach nur mit blossen Augen. Wir kahmen mitte zwischen die Maldiven durch ohne etwas von sie gewahr zu werden, die Regenzeit war eben hier in dieser Gegend und dessentwegen wechselte hier die Witterung sehr ab bald mit starcke Winde Gewitter Regen und Nebel welches letztere dass fataleste war, so bald wier dass Vorgebürg Comorra am vesten Lande Asien erreichet hatten dass wir uns Zeylon nähern könten bekahm wir die schöneste und heitereste Lufft, wir krigten kurtz drauf diese überaus schöne Insel Zeylon im Gesicht und seegelten ihre Küsten in 3en Tagen dem lande gantz nahe entlängst. Alle abänderungen von Gebürge könte man hier wahrnehmen und dazwischen waren grosse weite Tähler zu sehen, die Hügel waren deicht mit Baumen bewachsen, den Strandufer deckte ein weisser Sand, viele schöne Vestungswercke und prächtige Gebäuder der Holländer waren hier zu sehen, Alles dieses verherrlichte meine Begriffe von dieser Insel und ich wünschete mir sehnlichst doch dereinst dieses Land durchreisen zu können, so bald wir die Zeylonische Küste aus dem Gesicht verlohren bekahmen wir wieder die Cromandelsche in deren Stelle, welches ein flaches ebenes Land ist, die Ufern des Meeres sind sehr sandig indess so machten die verschiedenen Vestungen der Europaeer kein übles Ansehen imgleichen ist eine besonders grosse Moschee welche viele hohe Thürmer hat diese machete eine grosse parade, der Ort worin diese Moschee ist heist Nagur, etwas im Lande ist es deicht mit Bäumern gewachsen, und daher ist es hier ein Sprichwort, dass das Königreich Tangsckur nur ein Garten wäre, wir kahmen noch den selben Vormittag da wir dass Land des Morgens erst zu sehen krigten zu Ancker, und des Nachmittags gingen wir am Lande in Tranquebar da wo ich hin bestimt bin zu verbleiben.

Nun mehro will die Ehre haben mich bey d. H. Archiater zu beuhrlauben dass ich nicht mehr speciales aus der Natur Geschichte Dieselben erzählen von hiesigem Ort wo Gott will ich gedencke mir etwas länger aufzuhalten. Indess so kan die Ehre haben mit der grösten Wahrheit zu versichern dass ich imfall mir Gott dass leben gönnet ich hier vieles ausrichten werde in allen theilen der Natur-Geschichte. Es ist grundfalsch dass man sagt es wären hier keine Seltenheiten, ich versichere Sie heilig es ist hier so vieles wer fleissig seyn will dass er es nicht mit aller angewendeten Mühe und Bekostungen in vielen Jahren ausrichten wird. Es sind hier zahlreise Thiere unter diesen sind viele Vespertiliones, Manis weisse kleine Maulwürfe, prächtig schöne Vögel, die Zahl der Insecten ist sehr gross hier, Krebsse sind hier so zahlreich so seltsahme dass sie mit ihren Abäuderungen schönen Farben und besonderen Structuren auch denn fühllosesten reitzen müssen, hier fallen seltene Mollusci e.g. Ascidia vaga Medusae arten, unter denen Conchilien ist hier dass Vaterland der <uTurbo scalaris und vieler anderen mehr, schöne Corallen. Amphibiae Fische von sehr vielerley Arten die hier in denen Reiss Ackern in der Regen Zeit gefangen werden. Pflantzen diese sind hier so zahlreiche so seltsahm dass ich es Dieselben nicht genuug vorrühmen kan, eine Malven art vermutlich eine Adansonia sind hier gewonlichen Ambulacri, es ist ein grosser schattenreicher Baum trägt grosse gelbe Blüthen dessen fundus gantz roth ist. Und wie vieles würde ich nicht erhalten können wenn ich nur Erlaubniss hatte etwas im Lande zu reisen. Es sind hier verschiedene Sand arten am Ufer des Meeres davon einiges hochrot gefarbt, ist ein anderes bestehet fast aus lauter gediehen Eysen, dass sogleich vom Magnet gezogen wird ohne dass man mit fette es nöthig hat abzubrennen, nicht weit von hier fält ein gold haltiger Sand nach allgemeiner Erzählung, und wenige Stunde von der Stadt fält die Cnollische Borax Erde welches ich ins künfftige untersuchen will. Wie vieles ist hier nicht zu beobachten in dem was die hiesigen Heyden vergöttern aus der Natur von Vögel und anderen Thieren, und wie besonders tractiren sie hier nicht die Heil-Kunst, worbey vieles doch zum Nutzen angewandt werden kan auch in Europa. Der beste Türkische Garn wird 1 Meile von hier gefarbt in einem Dorf der Tiliati genant wird, diese Pflantze ist so viel ich es noch kenne neu, diese zubereitung will mir angelegen seyn lassen, es recht zu erlernen und zu beschreiben. Es ist hier mehr zu thun wie ich es jetzt melden kan aus Mangel der Zeit, weil neulich erschreckket wurde dass unser Schiff angekommen und bald gehen würde. Indess sende doch einige Erstlinge auch von hier mit, mit einer hertzlichen bitte d. H. Archiater verzeihen meine Unordnung die ich in meinem Schreiben begangen habe, und bitte gehorsamlichst die fehler geneigt zu übersehen.

Was eigentlich meine jetzige Umstände betrifft, so bin also hier in Ost-Indien situiret geworden. Wie ich vom Missions Collegio in Copenhagen angenommen wurde versprach man mir monatlich 30 Rd., dazu als Naturhistor. solte ich 50 Rd. jährlich geniessen, ich war mit dieser Gage als denn vergnügt und trat die Reise an in dem festen Zutraunen alles mögliche auszurichten, ich sparete gewiss auch nichts, weder Körper Kleidung Mühe Bekostungen, alles dass immer möglich war auszurichten, und kann Gott dazu zum Zeugen anruffen dass ich nach aller meiner möglichkeit alles was ich erdencken könte thät. Ich kahm in Tranquebar an und wie ich Abrechnung machen wolte hier bey der Mission, so bekahm zu hören dass meine Gage monathlich nicht mehr wie 18 Rd. hiesiges Geldes wäre und dass ein Jahr bey der Dänischen Colonie nur eilf Monathe hatte, ich wurde sehr betrübt und bestürtzt die 50 Rd. sind also gesetzt auf so schwachen Gründen, dass Sie mir die nehmen können wenn es sie gefällig ist. Ich bin daher genöthiget worden anzusuchen dass man mich nach Copenhagen eine Zurück-Reise erlauben möchte, weil ich eben so wenig hiervon leben kann wie mein seeliger successor der in Noth und Elend sein Leben hier hat beschliessen müssen.

Da ich aber nun einmahl hierher eine so beschwehrliche lange Reise habe thun müssen, so wünschete dass mich eine Europaeische Macht in Diensten als einen Naturhistoricum annahmn und ins besondere wünschete weil ich doch ein gebohrner Lieffländer bin dass mich Ihro Russische Kayserliche Majestaet höchst Dero Gnade angediehnen liessen, und ich hier zu Dero neu in Flor kommenden Academie Originale Naturalien einsamlen, beschreiben Anmerkungen machen und einschickken könte. Darüber Selbst Die Academie mir Deren Befehle zu ertheilen möchten, ich würde immer sorge dafür tragen wo möglich wäre mehr wie dass geforderte einzuschickken, ich wünschete denn zu gleich dass ich die Inseln Zeylon Necquebar zugleich auch wo es möglich wäre die Moluccischen durchzureisen Erlaubniss bekommen möchte, wäre es Ihro Majestaet gefällig so wünschete auch gern einen oder 2ne junge Russische Zeichner mit mir zu haben, ich will dieses versichern es solte nicht sehr kostbahr aber gewiss so lange ich lebete der Academie sehr interessant ausfallen. Meine Gage überliess vernünfftigen Kennern dieses Landes Kostbahrkeit festzusetzen, mir dünkte es dass ich nicht weniger wie vier hundert Rubel hiermit zu leben haben könte, solte ich reisen so will auf meinem Eyd mir verflichten dass ich so genau und geringe wie möglich wäre die Reisen bestellen wolte, oder sind andere Mittel gefällig so will auch gerne darin willigen, die Jahre wie lange und wo ich sie anstellen soll nebst einen völligen Instrux sind Dinge die ich erwarte und mich völlig unterwerfe, zu letzt so wünschete noch auf Cap ein paar Jahr zu verbleiben, und die übrige Zeit meines Lebens in Russischen Diensten. Finden Ew. Hochwohlgebohrnen es dienlicher dass ich einem anderen Staat dienen könte so bin ich auch damit zufrieden, nur imfall ich alt würde dass ich denn nicht in Noth versetzet würde.

Ich flehe Ew. Hoch Wohlgebohrnen auf dass demütigste an imfall es möglich wäre ins Werck zu richten welches ich die Ehre gehabt habe zu proponiren so bitte sehr Dero bestes anzuwenden, gewiss ich habe die grösste Uhrsach mich über die H. Dänen zu beklagen, ich bin gewiss sie müde. Dahingegen verspreche auf dass aller heiligste, Treue, Fleiss unermüdet anzuwerden, und weil es so weitläuffig ist wegen der Correspondentz, so übergebe hiemit auf Treu und Glauben vollig in Dero Macht mir zu engagiren als einen Naturhistoricum bey einem Staat wo es auch wäre am liebsten aber in Russischen Diensten weil ich selbst ein gebohrner Lieffländer bin mit einer solchen Gage dabey ich ein ehrliches auskommen auf meiner Leibzeit haben könte. Aus Dankbahrkeit einer solchen Gewogenheit verpflichte ich mir von allen doublett dererjenigen Naturalien die ich erhalte eines an der Upsalischen Academie zu übersenden, imgleichen will alles desjenigen mich unterwerfen als eine schuldigste Erkentlichkeit welches der Herr Archiater mir geneigt anzubefehlen gewilliget sind, und seyn werden.

So viel ich jetzt dass Landt kenne so kan man nicht geringer hier auskommen wie 400 Rubel jährlich, weil hier alles theuer ist und man viele Leute genöthiget ist zu halten die alle wenig thun, dazu gehet hier an Kleidungen sehr vieles mehr auf wie in Europa wegen des starcken hitze die Reisen schätze jährlich zwischen 200 und 300 Rubel nachdehm sie weit und bey welcher Nation man auch sich aufzuhalten hat, bey denen Englischen Colonien ist es am kostbahresten alles was man haben will.

Solte dieser Vorschlag Ew. Hoch-Wohlgebohrnen Beyfall nicht gewinnen oder die Umstände in Europa also seyn dass ich keine andere employe mir gewärtigen könte, so bitte sehr demütig dass mein Ansuchen denn nicht weiter kähme als dahin wo es solte. Es wird mir nicht verdacht werden können dass ich mich durch Fleiss und Mühe eine Ehre die einem jedem anstehet zu erwerben trachte, ins besondere da ich vor Gottes Angesicht betheuren kan, dass ich fast äusserst mich beleidiget gefunden habe, es ist gewiss eine empfindliche Sache viele 1000 Meilen zu reisen um nur auf Lebezeit kümmerlich sein Leiben zu endigen. Ich hatte gern ein viel mehreres an Ew. Hochwohlgebohrnen gesandt wo nicht gewisse Umstände mich davon gehindert hätten. Indess können der H. Archiater schon durch H. Zoega zu wissen bekommen wie vieles und was ich so wohl an dass Missions Collegium wie auch an dass Königliche Naturalien Cabinett eingesamt habe, ich habe über 100 Arten Saamen an d. H. Pr. Öder und gegen 70 Arten an d. H. Prof. Friss gesandt, welche ich theils hier theils auf Johanna gesamlet habe; ich hoffe d. H. Archiater werden viele Saamen von d. H. Pr. Öder erlangen von denenjenigen die ich übersandt habe; ich habe gegen 20 Arten ausgestopffte Vögel übersandt und es wären mehrere geworden wenn mir dass unglück nicht getroffen hatte dass ich dass Ende meines lincken Daumes dabey abgeschnitten hatte.

Ich geniesse zwar eine kleine zulage aus der Königlichen Dänischen Casse, alleine diese cessiret um ein paar Jahre, wäre ich dessen gewiss dass ich es auf lebzeit behalten hatte, so wolte hertzlich froh seyn, aber bey allem Fleiss und Treue immer in Furchten zu leben in kümmerlichen Umständen in seinem Alter versetzt zu werden. Gott weiss es ob sich es erlange, unterdessen hatt mir dieses immer geschreckt, und dieses ist was ich mir vor sehr fürchte.

Ewer Hochwohlgebohrnen Gnade flehe auf dass demütigste nochmahlen auf dass innigste an, Sie lassen sich meiner Umstände wegen beweget von mir finden, und bringen mich in einem solchen Stande da ich mich durch Fleiss vor der Welt distinguiren und mich zugleich dadurch mehr und mehr Dero ferneren Gnade zuzuziehen gewärtig seyn kan.

Mit schuldigster Hochachtung werde niemahlen aufhören zu seyn
Ew. Hochwohlgebohrnen
Dienstverbundenster untertähnigster Diener
Johann Gerhard König

Tranquebar d. 26 Februarii 1769.

Die letzten Seegelegenheiten nach Ost-Indien gehen in Februario und Märtz ab von Engeland.

Beantwortung der Fragen, welche der Herr Archiater gütigst beliebet haben mir aufzugeben nach Cap.

Die Lufft war während meines Aufenthalts auf Cap gleich unsern schönsten Frühlings Tagen die wir in Europa zu haben pflegten, der Grad der Wärme war höchstens bis zum 15 Grad über 0 nach dem Reaumür, vom 19 April bis zum 30 Apr. es regnete ein kühler Regen des Tages bissweilen, es war auch einen Morgen die lufft ins besondere sehr neblicht der bis in den Tag hinaus daurete, sie war sehr rein und führete einen besonderen Geruch die Lufft in sich der sehr balsamisch war und erfrischend.

Ausser dem Mesembryanth. edule wachsen alle am Fuss und an denen Seiten derer Gebürge zwischen denen Steinen, Gruss und Gebürg Mulle, ersteres wächst am Mer Ufer im Sande auch sonst in sandigen Örtern imgleichen auch an Gräbens.

Crassula Portulacccoides wuchs in Pyramiden im Compagnie Garten der Stadt es hatte keine blüthen nicht, der Gärtner Gesell versicherte mir dass er sich viele mühe gegeben hätte wegen deren blüthen, weil H. Burman schon es von Ihm gefordert hatte. Alleine er hätte keine finden können, ich habe ihm gezeigt aller Orten wo die Blüthen offt versteckt seyn könten, und er hat mich gelobet es in brantwein mir zuzuschickken so bald er blüten findt. Er hat sie auf seiner Reise die er auf Rechnung der Compagnie gethan hat häufig weit in denen Gebürgen wachsend gefunden, woher er auch diese mitgebracht hatte.

Es ist mehr wie eine Gattung Insecten die die Hottentotten anbehten, diejenige die ich erhielte war die Mantis precaria, ausser dieser sollen noch ein paar andere seyn die ich nicht dahmahlen erhalten könte, alleine der Gärtner Gesell hat es mir gewiss gelobet zum künfftigen Jahr, die Hottentotten nennen die Mantis prec. Doitqua mit einem Anschlack der Zunge an denen Gaumen zwischen dem t. und q. Die Holländer nennen sie Subaterches, die Uhrsache warum sie diese Thiere als heilig ansehen komt daher, weil sich diese Thiere mit dem Thorax öffters etwas aufzurichten pflegen und alsdenn legen sie ihre beyde vorder Füsse zusammen und neigen sich wieder als beteten sie unter gewissen Umständen fürchten sie sich auch sehr für diese Thierchen indehm es ihnen auch öffters als eine Anzeige eines bevorstehenden Unglücks vorkommen soll wie sie glauben, sie hüten sich sehr dafür dass diese Thierchen kein Schaden zugefüget wird.

Die Protea argentea wächst in Thonigt sandiger Erde, ihre Rinde gleichet sehr unserm europaeischen Fraxino, ist glatt, weisslich grün, dessen Frons ist länglicht dahingegen alle Leucadendrones einen kurtzen Stamm einen Kugelförmigen Frondem (oder wie eine Kuppel) Leucadendr. Lepidacarodendron. hat gar keinen nackten Stamm sondern seine Äste breiten sich gleich von der Erde aus, welches ein besonderes artiges Ansehen gibt und mit diesem baumchen ist der westliche Fuss des Teufels berges deicht bewachsen.

Gorteria ciliaris, habe nicht gefunden, Arctopi sahe einige eben aus der Erde herfür kommen, von beyden werde so Gott will, Kraut, blüthe, in brantewein und Saamen, durch dem Gärtner Gesellen die Ehre haben den Herren Archiater zu verschaffen und eben dieses gilt auch von denen bey Cap herumfallenden Zoophytis.

Die Erdfläche bey Cap deckt eine Gebürg Mulle welche näher an und auf denen bergen mehr grusigt mit einem Eysen Topho übersintert und steinigt wird hinter denen 3 hohen Gebürgen Caps aber ist eine weite grosse sandige harte fläche diese pranget mit denen herrlichsten Ericis Lobeliis, Syngenesisten die gantz Rang und über 3 Ellen hoch sind, Salviae Oleae. Dracocephali &c., hier wünschete statt einer Stunde die ich mir aufhielte einen Jahr lang zu seyn ich war betäubt und von ihrer schönheit verlohr offt 10 gesamlete Kräuter wenn ich erfreuet wieder ein neues zu sehen bekahm, der Taffelberg bestehet aus vielerley gefärbten Sand-Stein, bald ist er roth grau gebandet die höchste Oberfläche ist meisten theils gantz weiss, komt dem nahe der bey Cymbris ham am Meer Ufer fält. Der löwen Kopff bestehet aus einem harten grauen Sandstein vor der Stadt gräbt. Man am Fuss des löwen Schwantzes einen harten feinen schwartzen Schefer, dessen Strata sehr unterbrochen und öffter gantz fast peripendiculair gehen.

Des Gärtner Gesellen Haupt inchination ist, insecten zu sammeln, ich habe ihm dazu bessere Anleitung gegeben und er treibt einen kleinen Handel auf Holland damit; mir hat er vieles versprochen, wass ich erhalte will die Ehre haben den Herren Archiater zuzusenden.

Dieser Partner Gesell erzählte mir dass er es selbst versucht hatte in seinen kleinen Treibhauss dass wenn man Indianische Gewächse mit kalten Wasser wässerte, erstarben sie oder sie kähmen langsahm auf, dahingegen wenn sie mit so warmen Wasser gewässert wurden dass man gut seine finger ins Wasser halten könte, kähmen sie geschwindest und am besten auf und auch fort.

Ein frucht ist auf Cap. die 7 Jahre dauret ehe sie reiff wird, eine erhielte ich die aber noch nicht reif war.

Die Proben der Erden von Cap folgen mit.

upSUMMARY

Johan Gerhard KönigKönig, Johan Gerhard
(1728-1785). Danish. Physician, born in
Polish Livonia. Private pupil of
Linnaeus in 1757. Visited Iceland. Went
to Tranquebar in India, to Thailand and
Ceylon. He died on his way to Tibet.
Correspondent of Linnaeus.
is glad to send this letter from a remote part of the world. He hopes it will reach Linnaeus in good order.

König wrote a letter before to Linnaeus, which was sent via England [this letter has not come down to us]. As he is not sure that that letter arrived to Linnaeus, since mail is exposed to many risks at sea, he repeats remarkable things from the whole of his voyage.

When he left Elsinore, Anas hiemalis could be seen in great numbers, and large quantities of kelp were thrown up behind the castle. There, König had seen specimens of all those species that he had sent to Linnaeus, together with some new ones that he has sent to Öder [Georg Christian von OederOeder, Georg Christian von
(1728-1791). German/Danish. Botanist
and economist. Studied under Albrecht
von Haller in Göttingen and became
professor of botany at Copenhagen.
Minister of finance for Norway. Started
the publishing of Flora Danica.
Correspondent of Linnaeus.
] and Friis [Christian Friis RottböllRottböll, Christian Friis
(1727-1797). Danish. Botanist and
physician. Professor of medicine at
Copenhagen. Linnaeusís student.
Correspondent of Linnaeus.
]. They might easily discover still more species, since they live in the neighbourhood and König had had too much to do to be able to investigate the kelp thoroughly.

When König went to Iceland, the North Sea had been rich in birds. Now, it was empty, and König saw only Larus Ritsa and Procall. Glacialis, which accompanied the ship as far as Cap Finisterre in Brittany. They had had a very bad storm about New Yearís Day. Outside Lisbon, specimens of land birds met them, Corvus corona, Alande arvensis, some Tringae and some more that König had not had time to identify. Another storm took the ship to Madeira on January 19. König had not been allowed to go ashore before the captain of the ship had performed some formal visits, but he managed to do so on the following day and take books along. On that visit, König had shown the bishop of the island Linnaeusís Systema naturae, which König brought with him in his pocket [presumably Systema naturae, 12th editionLinnaeus, Carl Systema
naturae
, 12th edition (Stockholm
1766-1768). Soulsby no. 62.
].

The sea is deep outside Madeira and the port dangerous due to the breakers. The beach was covered by black stones, like jasper. Mountains often go close to the sea, and in the slopes you could see layers of black sandstone with mica. König mentions this because he had found stones of a similar mineral in Iceland.

Normally, the mountains were covered by clay, but the peaks consisted of black stone that could be replaced by green sandstone. The inhabitants quarried much stone for various purposes, such as doorposts and window-posts. There was no granite or limestone. Thin layers of quartz were seen perpendicularly, with very small crystals of quartz. The island of Madeira was in such respects very similar to Iceland.

König was most interested in grasses and species of Filix. Since it was winter, there were no leaves on trees. On the beach, König saw Fucus muscoides, Conferv. Rupestris, Hyosc. Alb. Parietaris and Urtica matric. Maritime. Aromatic plants were common on the walls in the city, and unlike in Europe, moss grew only on the mountain peaks, not on level ground. Viola martia flowered, and vines were planted in the slopes with a stone placed at each root. Two ells long poles of reeds of Arundo donax tied together were used to support the vines. Wheat was sown, but not sugar-cane since wheat was more profitable. Cactus opuntia is common in Madeira, almost a weed. Lavendula multifida was found near the sea, among stones. König mentions also Ruta graveolens and Polypad. Auritum, but he was especially glad to see the same lichens on the peaks as he had seen on Hekla. Linum usitatissimum was wild in the valleys, the side of the mountain towards the city was dry and desolate, but the other side was green and pleasant, with Erica arborea, Mimosa, Cassia and other trees which reminded König of Iceland. Small brooks ran in the steep slopes, and large trees shadowed them, trees which König had no time to investigate since it was almost night and he still had two miles to go over the mountain.

Hebberden [Thomas HeberdenHeberden, Thomas (1703-1769).
British. Physician, Tenerife and
Madeira. Brother of William Heberden.
], an Englishman who was medical practitioner in Madeira and before that in Tenerife, had measured the height of the mountain as ¾ English miles, while the peak at Tenerife is a full English mile high. König does not believe in this, and he thinks the mountain on Madeira must be higher; he concludes this from experience during his walks up and down the mountains. The inhabitants consider Chenopodium urbicum poisonous. He also saw Datura fastuos and a species of Polypodium, very similar to Polypodium vulgare.

After a week, on January 29, the voyage continued through the Canary Islands with the Pico of Tenerife, which went far above the clouds. The valleys were white with snow. König came close to other islands, and they had much in common with Iceland. These islands must be of the same origin, presumably having risen from the sea. König got a lump of pure sculpture from Heberden which he had taken from the Pico of Tenerife.

From the continued voyage, König reports of tropic birds, sharks and fishes, and he makes a drawing and an outline of a description of a marine animal rather like Medusa porpita. One of the birds was called Schneiders, white on the belly and black on the back, rather like Larus parasiticus but much bigger. A fulmar was captured on board the ship. About then, the ship lost the trade-wind which had helped them, and they lay becalmed for three weeks in a region where they had several thunderstorms. The lighting was very spectacular, in many colours. Close to the Tropic of Cancer, König saw a bird a little bigger than a pigeon and some other birds. When they got wind again, they passed Brazil and Paraguay, and on the latitude of 38 degrees south, they turned towards the Cape. When they came near, König saw a large turtle and several species of birds, among them species similar to Pelecanus Fiber, Pelecanus Bassanus and Larus Marinus. König saw also Larus catarractes. Near the Cape of Good Hope, several Procellaria pelagica were seen fishing on the sea, without causing a storm, and also birds of another species, rather similar to these. The ship arrived in Cape Town on April 19. König saw kelp of several kinds, such as trompet-grass, Fucus sacharinus and Fucus Scoparius. Cyperi and Agrestis cruciata grew along the streets, and Mesembryanthemum edulum was common in sandy places. König could not see the governor Thulbag [C. Rijk TulbaghTulbagh, C. Rijk (1699-1771).
Dutch. Governor at the Cape in 1751. He
sent plants, bulbs and seeds to Linnaeus
in 1761. Correspondent of Linnaeus.
] on the first day, for he was ill, so König had instead climbed the Löwenberg and seen a small yellow Ornithogallum and several kinds of hyacinths and Oxalis. On the slopes, he found also dried specimens of Mesembryanthemum and of Oxalis foliis ovatis, together with other kinds of this genus growing on boulders. They were rather like the European kinds, but not quite, and König describes the differences. On the continued walk up the mountain, König saw flowering Gladiolus, several kinds of Geranium, further Osmund and Pteris foliolis ovatis. A kind of rush with long, narrow leaves had flowered and was now in seed. On the next day, König saw Tulbagh, and with Linnaeusís letter of recommendation he was very well received. König thanks Linnaeus for this letter. Tulbagh told him about his own work with insects and plants, and his correspondence with Linnaeus and Johannes BurmanBurman, Johannes (1707-1779).
Dutch. Botanist, professor of medicine
in Amsterdam. Close friend of Linnaeus.
Correspondent of Linnaeus.
. Then, Tulbag had forwarded König to his gardener, and on the following day, König had climbed the Table mountains |Taffelberg] together with him. They used a very narrow cleft to reach the top. On the slopes, there grew Amaryllis, Crinum Africum, Lobeliae, Aspalati, and on the top, König saw two specimens of Leucadendron foliis orbiculatis, which made a great impression on König with its large, pink flowers. Nearby, there was an Erica of which König encloses a specimen, and a Calceolus. Generally, all the plants were preparing for the winter.

The Taffelberg is not so flat as it may seem, but rather broken, and partly covered with grass or even wet, although the hard limestone does not allow brooks or lakes except in the cases when there had been formed basins which had been filled with good water. In these, you could see frogs and the common water plants. König did not collect very many complete specimens of these species of grass. König saw just two small sparrows and traces of steenboks. The east side of the mountain was steeper and covered with Leucadendrones and Proteae, peacocks cried in the shrubs, and most stones showed red moss and Polypodium. Acrosticon pectinatum was common at the top, growing in a way that you do not normally see filices grow. König had returned to his lodgings late in the evening. The following day, König climbed the Taffelberg. From this walk, he reports a very low tree with egg-shaped leaves and no flowers, and further Mentha, Clutia pulchella, Mimusops, Ericae, Lobeliae, Erinus, Erinoides, Polygala, Oxalis pede Caprae. He found two new species and named one after Georg Christian von OederOeder, Georg Christian von
(1728-1791). German/Danish. Botanist
and economist. Studied under Albrecht
von Haller in Göttingen and became
professor of botany at Copenhagen.
Minister of finance for Norway. Started
the publishing of Flora Danica.
Correspondent of Linnaeus.
, the other after Christian Friis RottböllRottböll, Christian Friis
(1727-1797). Danish. Botanist and
physician. Professor of medicine at
Copenhagen. Linnaeusís student.
Correspondent of Linnaeus.
and König hopes Linnaeus will agree with him. König encloses descriptions and a few specimens. On the next day, König rode to Constantia over a large sandy plain, where there grew Ericae, Salviae, Lobeliae, Anthrici and others. He stayed in Constantia and collected quite a few species. It is a very famous vine-hill east of the Taffelberg. The wine produced is aromatic, and the place is very nicely situated between a forest of Protea and Leucadendron growing in reddish sand with some clay in it. König thinks that the Protea is similar to the European Fraxinus when it is young. He has not seen very large specimens but only ones eight ells high and without flowers. König has sent Oeder seeds of this and of Leucodendrones, and he hopes that Linnaeus will be able to get some from him. In addition, he has agreed with the gardener Andreas Auge [Jan Andries Auge

] that he will send him specimens, so if Linnaeus just tells König what he wants, König will forward the request to Auge who will do his best. He also sends König insects, either captured or grown from eggs, and König has asked him to observe carefully their development and also not to be restricted to a few species. Finally, König has asked Auge to preserve flowers in spirit and send them to Oeder when he has an opportunity.

The last day in the Cape district, König went to the western slopes of the Löwenberg where he found a Geranium with yellow flowers but no leaves, Geranium rapaceum flowering in the same way, and Anthericum spirale. König collected more than 30 specimens of the latter. He intended to let them dry, but the climate was too wet so the plants were destroyed. On the beach, König saw species of kelp. He ripped away a Fucus buccinalis from the cliff and described the species after that, and Ornithogalum and Dydynauist that he has described grew on the sandy beach. After having collected plants for five days, he had been obliged to stay indoors for rain for some days and written reports to Copenhagen, before having to return on board on April 28. The ship sailed on the next day, and König remarks that he wished he could stay some years in the region of Cape and look around carefully. Along the coast, König saw nothing of great interest but only red algae quite similar to what he had seen in Denmark.

The ship sailed north, west of Madagascar, partly in bad weather with thunderstorms. König noticed that if there is thunder in the evening, there will be wind during the following day. On June 5, they sighted the Comoro Islands and reached the island Johanna, but for lack of wind, the ship could not reach the proper place to anchor. König was taken ashore in a canoe the following day, and König found the island very much alike Madeira and Iceland. Much of the stone he saw was similar to black trap or jasper, and König supposes that the island has a volcanic origin.

König did not see any Fucus. He sends Linnaeus a few specimens, mostly grass and Filices.

Scoparia dulcis and Cotylodon laciniata grew close to a small brook, and Lobelia Zeylanica and Cassia in the forest. In a field, König saw a very beautiful plant, with flowers like Amaryllis formosissima. It was a Didynamia Angiosperma, but König could not define it more closely and supposes that it is a new species which he suggests is named after the counselor Otto ThottThott, Otto (1703-1785).
Danish. Count, statesman.
. When König was ashore, the crew had collected corals, so König could not tell from where they were taken. The inhabitants were Muslims, and the many tribes are war-like. The chief of the island Johanna cam have 5,000 men under arms. They are thievish, which König himself experienced, although theft is punished by the amputation of one hand. They live in huts made of clay, covered with plaited leaves from the palm trees. König collected seeds of many plants, among them Malvaceae and Convolvoli. He also saw a beautiful little tree from the class Syngenesis, with a stem thick as an arm and a spherical top, so high that he could stand under it. Its flowers were light yellow, resembling Conyza. All through the channel west of Madagascar, König saw much floating kelp, and he even had some taken aboard and found three species with many Scyllae perlagicae in them. König made a drawing of some of this, looking through a microscope. During the voyage past the Maldives, the weather changed very much, and it was the rainy season, but when they came near Ceylon, the weather improved. The island is full of mountains with broad valleys between them, the beach is covered with white sand, and the Dutch had built many houses and castles. König hoped he could travel through this island. When the ship had passed Ceylon, the Coromandel Coast was seen, a plain land with sandy beaches and many nice dwellings. The mosque in Nagus made an impressive view, and the whole landscape was like a garden. König went ashore in Tranquebar in the afternoon of the same day as they sighted the coast, and König had reached the place where he has decided to stay.

König apologizes for not writing very much more about natural history but instead about his present situation. He is profoundly interested in natural history, and he sees that the district around Tranquebar is immensely rich in all natural areas: zoology, botany and mineralogy. He gives some examples, as rare molluscs, amphibian fishes, red sand that is magnetic. Medicine in Europe can make good use of products from this region, and a very common plant is used for dyeing cloth in a process that interests König. He has not time to write very much, for he wants to send the letter to Linnaeus by the returning ship, so he apologizes for any bad order in his letter.

König is disappointed with the Danish. The Missionary college in CopenhagenThe Missionary college in Copenhagen,
Danish. Founded in 1714 with the
task of spreading Christianity among the
heathens. The Mission in East India
(Tranquebar) was subject to the college.
.
[Missionskollegiet i Köpenhamn] had promised him 30 daler a month plus 50 a year for his work as naturalist. He accepted, but when he asked to settle the account, he was told that he would get 18 daler a month in local currency and that the year was 11 months. Also his 50 a year were under discussion. He does not see that he can live in Tranquebar on this sum.

As a Livlander, however, he would like to offer his services to the Emperor of Russia [König means the Empress of Russia, Catherine IICatherine II, (1729-1796).
Russian. Empress of Russia, reigned from
1762-1796. Wife of Peter III.
], and he describes at some length what he could do for the Russians but also that he would like to stay in places like Ceylon and the Cape region for studies of natural history. He promises to do this as cheaply as possible but admits that it would take additional means. He asks for 400 rubel a year for his work. This part of the letter is almost an application to the Emperor. The sum is calculated from what he has experienced so far: living is costly, cloths expensive, and you have to employ local people for various purposes.

It seems as if he is asking Linnaeus to act as an intermediary for this suggestion to the Russians, and he asks Linnaeus to keep this issue secret and not let it out, if it would come to naught due to lack of interest in Russia or to circumstances in Europe.

He could have sent Linnaeus more, if his means had permitted it. Through through Johan ZoëgaZoëga, Johan (1742-1788).
Danish. Botanist and economist.
Linnaeusís student 1762-1764.
Correspondent of Linnaeus.
Linnaeus will soon know how much König has sent to the Missionary College and to the Royal cabinet [König means the collection of natural history specimens]. To Oeder he has sent more than 100 seeds and to Friis Rottböll 70 other items, collected in Johanna and around Tranquebar. König suggests that Linnaeus asks these two Danes for parts of this. In addition, he has stuffed about 20 birds and sent them, and they would have been more if he had not hurt his left thumb during this work.

König gets a small sum of money from the Danish court, but he expects that to end in a couple of years. He is not very glad at the prospect of having a life in poor circumstances in India. He hopes Linnaeus will understand him and do what can be done.

P.S. The last ships for India for the year leave England in February and March.

upMANUSCRIPTS

a. original holograph (LS, VIII, 157-164, 166). [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13]

upTEXTUAL NOTES

a.
MS1 cynaroides [added by Linnaeus]