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C18

Link: linnaeus.c18.net/Letter/L4795 • Johan Gerhard König to Carl Linnaeus, 16 February 1773 n.s.
Dated 16. Februarij. 1773.. Sent from Tranquebar (India) to Uppsala (Sweden). Written in German.

Hoch Wohlgebohrner Herr Ritter und Archiater,
Hochgeneigtester, sehr fürnehmer Gönner!

Dass vorigte Jahr ist dass erste gewesen, welches mich mit 2ne Schreiben von der Hand des Herren Archiaters (seit meinem Aufenthalt in Indien) beglückket hat. Nichts war wornach ich hertzlicher gesehnet habe hier, und nichts beunruhigte mein Gemüth mit vielfältigen nachdencken zur Ursache mehr, aber nichts war mir angenehmer auch wieder zu vernehmen, als dass ich noch in dem geneigten Andencken bey dem Herren Archiator stehe. Für welches und alle übrige so vielfältig gehabte Bemerküngen, für die hohe Gewogenheit statte hiemit zuförderst meine demüthigste und verbindlichste Dancksagung ab.

Der Beyfall des Herren Archiaters über meine geringe Entdeckkungen hatt mich auch sehr erfreuet und zugleich wiederum viel ermuntert darin fortzufahren, ich kan mit der grösten Wahrheit zugestehen, dass dieses die eintzige satisfaction ist die ich für meine Bemühungen habe und die mir auch völlig genugtuend ist.

Von Copenhagen habe hingegen von einigen Verspottungen und gelächter ausstehen müssen, dieses ist warlich dass remarquableste; deswegen habe auch über hundert Vögel die ich ausgestopfft worunter zuverlässig ein paar neue genera und verschiedene neue spec. waren, hier verfaulen lassen, ob es mich wohl smertzete, so beuntruhigen mich doch auch keine verächtliche Antworten. Es sind viele Briefe von mier an den Herren Archiater abgesant. Ich habe die Ehre gehabt zu melden in den letzteren Schreiben den ich im vorigten Jahr mit dem hier mit angelandeten Chinafahrer übergesandt und an den H. Pastor Blickker übergeliefert habe, dass vor 2nen Jahren ich einen Brief mit einigen Zeichnungen unter Couvert des H. Cantzelley Rath Müllers an den Herren Archiater gesant habe ich sehe aber aus dem Schreiben des Herren Archiaters dass es nicht dahmahlen noch angelanget gewesen ist, hingegen melden der benante H. Müller dass Er es sogleich weg gesendet hat. Den H. Pastor Blicker habe besonders empfohlen nachzusuchen in China nach der Munchhausea, ich habe Ihm den Generalcharacter so deutlich als möglich gemacht, und zugleich Ihm den 2ten band vom Natur-System des H. Archiaters geschencket. Auf Malacca wo dass Schif angehen solte empfohl Ihm die Frucht Theile des Spanischen Rohres [von Illicium] zu betrachten und eine quantitaet zu sammlen, als denn hernach es dem Herrn Archiater nebst seinen beobachtungen zuzuschickken, ich habe ihm deswegen die befruchtung Theile des Calami Rotang hier gewiesen, weil ich die Frucht des Spanischen Rohres kante die völlig dem hiesigen Calamo gleichet, nur sie ist 6 mahl grösser. Beyde Früchte werden gespeiset, nur jene werden hierher gebracht als ein Atschar eingemacht, und inbesondere von denen Mohren oder Mahometanern gespeiset; um Ihm noch mehr aufzumuntern (neml. d. H. Blickker) verschaffe Ihm auch Osbecks Reise welches Buch Er gar nicht kennete ich wünsche von Hertzen dass Er etwas gutes überbringen möchte. Jetzt will die Ehre haben des Herren Archiaters Schreiben in Absicht der Natur historie zu folgen. Munchhausea habe in dieser Gegend nicht finden können, aber könte ich mir eine Gelegenheit verschaffen in die Gebürge zu kommen, da würde dieses und sehr vieles anderes mit entdekken können, aber dieses wäre eine Bekostung auf 100 Rdr weil die Reisen unsicher alleine sind. Filices sind hier keine ausser dem Acrostich Thalictroides, dieses wächst hier häufig in denen Reiss Äckkern, komt mir aber als eine Osmunda für die häufigen Scirpi machen mit ihren Abänderungen schwer die species zu unterscheiden, ich habe mir fürgesetzt sie besonders zu samlen und den Herren Archiater zu übersenden. So bald ich die neue Mantissa werde erhalten haben so will die Grasser weiter untersuchen und wieder mehrere übersenden, wass dem Reiss (Oryza) betrifft so glaube dass hier bis 3 Species wenigstens sind, von der wilden Oryza glaube dass ich im vorigten Jahr schon geschrieben habe eine 2te species ist mit grossen Aristis die roth gefärbt sind, und nächst der allgemeinen ist eine hier die gantz schwartz ist, welches auch in trockenen Erdreich am ehesten fortkomt, daher auch wohfeiler, aber auch sehr ungesundt ist; wenn es nicht behutsahm genossen wird, so veruhrsachet es entweder die hiesige Dyssenterie oder auch eine Indigestion, wo bey sich die Gedärme leicht und schnell fortgehend entzünden, so dass offt wenige Stunden zwischen der Gesundheit und dem Tode sind. Die patienten empfinden zuerst eine Beschwerung im Unterleibe, es stellet sich ein Grimmen im Unterleibe ein; der Puls wird sehr klein tief und ungleich, der Patiente laxieret 2ne mahlen nach ein ander und stirbt drauf plötzlich. Die Mahometaner, welche sehr abergläubisch, glauben es wäre eigentlich ein wandrender Mord-Teufel der die Uhrsache des plötzlichen sterbens wäre und weil er nun just hier angekommen seyn solte, so halten sie besondere Feste hier des Abends, und gehen auf denen Gassen mit processionen herum, damit dieser böse Gast von hier wieder weichen möchte; noch gestern Abend sahe eine solche Ceremonie mit an. An der Marsilea kan nicht die Befruchtungs Theile finden, die Michel. angegeben hat; die junge Frucht ist in so deichten scaren eingeschlossen dass ich bis jetzt keine sonderbahre Organisation habe finden können, aber in denen Schoten scheinet es im Anfang eine Gleichheit zu haben mit denen Feigen Früchten so viel bisher erkant habe. Den Saurusum schickke jetzt beschrieben mit. Phyllanthi finde hier 8 species, unter welchen 4 gantz dafür angenommene sich befinden, 3 kommen mir als neu für, der 8te ist die Averrhoa acida, welches zuverlässig eine deutliches Phyllanthus ist, ich würde blüthen jetzt schickken wenn welche da wären, aber ich werde sorgfältig sie zum andern Jahr aufheben; die beschreibung der vom mier genanten Limosella folget auch mit, nebst noch einer andern, die ich vor die 9te species hatte welche zu einen Geschlecht gehören werden? Von der Chrystrix, weis wenig zu sagen, als dieses habe unter meinen Anmerkungen gefunden dass es eine Polygamia dioecia ist dass eine Spica vollig nur mannlich, und eine andere Hermaphroditisch ist dass die Stamina filamenta sich ad angulum acutum hin und her beugen, die antherae liniär zugespitzt lang weisslicht sind, und wenn der Staub abgefallen als den braunlich aussiehet, jedes Stamen hat seine palea die ihr einwickkelt besonders nach unten, die weiblichen da ist der Germen gantz liniaer, schmahl, der Stylus theilt sich in dreyen oder 5 Theilen die bräunlich und etwas rauh sind, die wurtzeln sind repentes und fadenförmig, ich habe es an 2en Stellen auf dem Taffelberg gefunden, die eine Stelle war gleich bey dem Aufgang, wo ein kleiner Berg wieder sich befindet, an diesem Berge fand es zuerst die 2te Stelle war, in der Nachbahrschafft eines sich darauf befindenen Moratzes, wo an der einen Seite eine Steile wand von Steinen ist, da fand ich es wieder, und 3tens in dem Tahl zwischen den Teufels und Taffels-berg, nach dem Saamen habe gesucht aber keine reif gefunden, dieses ist alles was ich davon zu sagen weiss, dass übrige ist kennlich. Ich habe sehr viele exemplare nach Copenh. gesandt und besitze selbst nur die 2ne exemplare mit 3 und in 5 getheilten sylis, nebst ein paar mänliche Pflantzen, diese habe jetzt noch einmahl untersucht. Meine Entdeckkungen sind in diesem Jahr weniger geworden, weil man aus Copenh. mir schwehre Vorweise gegeben dass ich dieser Wissenschaft zu sehr nachhinge, deswegen so habe fast allen möglichen Eyfer an der Medicinischen Wissenschafft mich zu üben angewendet, hierzu habe besonders des Herren Archiaters Collegium über dass Systema Morborum nebst dass System mir zu nutze gemacht ausser diesen habe fast alla Börhavische Schriften und auch Van Swietens Erläuterungen nebst Hoffmans System Med. rat. alle Junckersche Conspectus, ausser diesen ein theil Englische ins besondere aber verschiedene Frantzösische neue Authores, als Tissot, Rollin, Pomme &c. die Geschichte der Medicin habe theils compiliret, theils aus Schultzens compend. theils auch aus Stollens Einleitung mir bekant gemacht, hierzu habe noch Jächerus gelehrter Lexicon; die Anatomie habe insbesondere nach Winslow und zur praxin habe Cassebohm die ich bey Thieren angewendet, getrieben, ich kann mit Aufrichtigkeit melden dass Gott mir ein Seegen zugetheilet hat, dass dadurch avanciret bin. Dieses hat aber gehindert Botanisch observationes zu machen, doch sind einige, die ich um mir dass Gemüth zu erfrischen, welche entdeckt habe; vor einigen Tagen fand eine Ammannia, die mit der latifol. vieles gleich hat nur sie ist Octandria, die blüthen sind völlig coccinea die Petala derer 3 sind aegal gross der 4te ist kleiner, übrigen wächst sie auf ½ Mann hoch. Ein kleiner Feigenbaum den ich für die pumila gehatten, aber jetzt glaube dass sie neu ist; sie hat meist Eyformige blätter, aber einige von ihren Asten haben Folia pedata auch laciniata. Es wächst in Moratzen und an Gräbens ich habe dieses Jahr nur alleine eine frucht daran gefunden weil ich zu späth nach der Gegend die 5/4 Meile von hier abgelegen ist, hinkahm. Ich muss dieses mit anmercken, dass unter die Beschwehrlichkeiten des Botanisierens mit gehöret. Die mehresten Pflantzen, sehr wenige ausgenommen blühen des Morgens da es nun Zeit und Umstände nur nicht erlauben als nur des Nachmittags am meisten und selten des Vormittags auszugehen so geschiehet es daher dass viele übergangen werden, neulich war bis 2 meilen tief zu fuss ins land gegangen, die vielfältigsten Convolvoli und Ipomoeae fand für mir, deren frucht die species auszumachen abwarten muss, in dem wenigstens eine hier ist die da baccata ist. Auf dieser Reise entdeckte eine Indigofera, die einen Stamm so dick als eines Mannes Arm hatte sie hatte kleine folia 3nata und die blüthen glichen sehr der Indigofera 3- foliata die hier sehr gemein ist die Legumina waren wie die mehresten fast 4-eckkigt. Eine Ammannia Rosen färbigen blüthen und lancet Eyformigen blättern fand hier sehr gross bis 1 Spanne lang, der Saamen davon habe im vorigten Jahr die Ehre gehabt zu übersenden in der Samlung, die ich mit dem Ober Chirurgo Goetzche den H. Archiater zugesandt habe, es war übrigens adressiret an dem Apotecker Monsr v. Holten in Helsingoer, um es weiter zu befördern. Ferner fand daselbst eine Vailantia bis gegen 2 Mann hoch deren Stacheln eben so lang als die Blätter waren, weil aber nur wenige Blüthen herfürgewachsen waren, so habe keine exemplare davon genommen, welches ich aber zu thun gedencke so bald dass Schif expediret ist von hier, da ich sie denn imfall sie neu ist beschreiben werde, eine kleine Hedyotis mit Eyformigen Blättern und eintzelten haarförmigen axillären blüthen Stengeln und eintzelten Bluhmen fand auch an der Mauer einer kleinen Pulliary Pagode, welches eigentlich zu einem Götzen gebauet ist, der fürnemlich dass Verlohrne, wieder zu schaffen darum angebehten und für ihm geopfert wird. Seine Gestalt ist gewöhnlich in Stein ausgehauen und stellet einen kurtzen dickken (besonders im Bauch) Menschen für mit einer Nasse die einem Elephanten Rüssel gleichet. An einer Alten und sehr grossen Pagode fand eine Moon-Art die ich für eine Targionia halte, die Blätter waren Sternweiss gewachsen, wie bey der Blasia und mit Einschnitten unter wessen verkehrter Seite eine kugelförmige Capssel in einer membranösen Scheide eingeschlossen ist, diese Scheide laeufft aus an beyden Seiten der kugelförmigen Capsul mit einer erhebenen Kante die schwartz gefärbt ist nach dem Rand des Blattes e.g. [illustration] wo es sich als denn verliert. Die Capsel ist dunckel schwartz gepuncketet, hat einen kaum kennlichen Ring in der Mitte um sich nach vorne zu aber eine mehr kenliche Mündung. Die Saamen sind gar nicht staubigt sondern vollkommen körnigt, und smutzen nicht die finger ab, auf der Oberfläche der Blätter habe keine andere BefruchtungsTheile entdekken können ausser dass schrähe eingehende gewölbte Löher in der substance der Blätter wie bey einigen Marchantiis sich befanden, es waren viele 1 000 exemplare daselbst und ich bin zu 2en mahlen da gewesen sie zu betrachten seit der Regenzeit aber obschon ich zuletzt von allem Alter die Pflantze vorfand so habe weiter nichts entdeckken können. Eine Robinia die der Emerus des Burmanni Thes. Zeyl. Tab. 41. vieles gleichet nur dass ich sie noch nicht mit mehreren als 9 paar Blätchen gefunden habe die siliquae sind nicht volligt so gliedricht, dass vexillum ist auf der auswendigen Seite blass gelb und gantz mit braun rothen Fleckken besprengt die immer Seite ist schön hoch gelb, dass besondere aber, ist dass an der basin des vexilli 2ne corpora callosa compressa soluta wie ein Griechisch Zaeta gestattet dass vexillum währender Blüthzeit zurückk drückken, eine 2te species ist hier die jährig ist, und biss 2 Mann hoch ist, deren Stengel ist stachelicht, die Zahl der blätchen ist viel grösser wie des Burmans hat mit denen mehresten Aeschynomenis dieses gemein, dass die blätter gegen dem Ende lang und schmaller werden, die Blüthe gleichet der ersten in allem eben auch die Capseln, nur ersteres ist kleiner und hat nicht die corpora callosa, diese wächst häufig auf denen Rinen der Reis äckker, jene wird in Zäunen gemeiniglich gepflantzt. Ein grosser Alle von der Crateva inermis war vor dem Eingang der Pagode, dessen Frucht für heilig gehalten wird, es waren aber dahmahlten keine Blüthen drann, verschieden Bäume waren da die ich noch nicht gesehen hatte aber sie hatten weder Blüthe noch Frucht. Einen Baum sahe neulich welcher folia pinnata hatte, dessen Grösse mich in Verwunderung setzte, es reuete mich sehr dass ich zu späth dahin gekommen war, den die aus der Spitze herfür geschossene Blüthen Stengel welcher auf 1¼ Elle lang und einer hand dick, war schon zum theil verdorret, die fleischigt gewesenen Blüthen sassen zwar drann, waren aber auch gantz faul un unkenlich geworden, so dass ich daraus nichts weiter schliessen könte als dass es ein Diöcist oder Polygamist war, den Früchte fand keine daselbst, obschon bis 8 bäume von dieser Art da waren. Eine kleiner auf dem Rand des weges kriechender Convolvulus hatte gelbe Blütchen die blätter waren hertzförmig gekräuselt und gantz dunckel grün. An einem andern Ort fand einen besondern Didynamisten der 2ten Ordnung, die wurtzeln sind flössericht holtzigt der Stengel an der Wurtzel nieder liegend und ästig 4-eckkigt blattreich oben zu ohne Äste, die blätter sind gantz liniaer fast 3-eckkt einigen theilen sich in der mitte in dreyen theilen, diese sind denn von einander gesperret; die blüthen sitzen am Stengel in denen Achseln der blätter und haben stipulae. Die bluhmen deckke ist gestreif in 5 theilen getheilt, deren Spitzen nicht gleich lang doch ausgebogen sind. Die Corolla gleichet der Ruellia, die stamina sind krumgebogen, und die Antherae sindt Cornutae der vordere theil der Antherarum ist Eyformig und hatt eine länglichte Forche die mit weissen haren gefült und von einer dunckel graulichten farbe, dass hörnchen, ist conisch niederhaengend, glatt und ocherfärbig. Eine genauere Beschreibung werde ins künfftige senden, denn die Saamen Capseln und die Saamen habe noch nicht gesehen; es wächst im hasten, doch grasigten Erdboden ½ meile von hier ab wo ich es neulich zuerst gefunden habe zwischen einigen Cunilis die ich schon im vorigten Jahr beschrieben habe.

Nun will nur noch von einem mitfolgenden Panico dieses melden dass ausser der kleinen dabeyliegenden beschreibung, sich einige spiculae befinden die da die gewöhnliche grösse vielemahlen übertreffen, welches mir zu erst anleitung gab zu glauben dass diese Grass Art zu denen Polygamisten gehören würde ins besondere, da die übrigen so deciduae diese aber länger während war, so bald ich aber es drückte kan ein rother Safft herfür, so entdeckte denn dass es kleiner zinnober rother wurm war den der Schöpfer hieher seine Nahrung zu holen angewiesen hatte, ich samlete einen theil dieser Spicularum und legte sie in einem Zucker glässchen welches ich mit einem Flor überband, es kahm aber nur ein eintziges Thier aus, den ich für einem ordinairem Microscop für eine Fliege ansahe, ins besondere waren die Hatteres gross, der Leib hatte die röthe. Behalten den Rüssel wolte unter dem Elischen Microscop betrachten, aber ein Zufall entriss mir dass Thier dass nicht mehreres zu sehen bekahm ich ging zwar wieder aus mehrere zu samlen, aber die Zeit war vorbey und ich fand keine mehr.

Ich würde dieses Jahr mehrere Beschreibungen und Naturalien überhaupt nach Europa gesandt haben, wo nicht die letzteren Copenhagensche Briefe mir mehrere Vorsicht aufgeleget, die den auch die übrigen Umständen für dieses Jahr von mir fordern, indem die Veränderungen zu sonderbahr daselbsten sind, und ich durch meinen Fleiss doch keine Gönner nach Verdienste in Dännemark zu hoffen habe; ich habe völlig gar nichts, auch für nachtheilig erkant, deswegen so habe diese wenige beschreibungen übersenden wollen. Bis die zeit meine bestimmung mehr erheitert, da ich es als denn verdobbeln kann imfall ich jetzt zu wenig gethan hatte. Und weil ich denn auch gar keine Saamen nach Copenhagen für dieses mahl sende, so darf es über Dännemark eben so wenig thun nach andern Orten. Und aus dieser Uhrsache erbitte mir auch sehr es zu verzeihen dass so wenig an den Herren Archiater jetzt mit schickke weil aus angegebenen Uhrsachen ich nicht gerne durch etwas Gelegenheit geben wolte, was einigen Anschein hatte; ich werde dem ohngeachtet bey erübrigter Zeit nicht unterlassen zu beobachten und fleissig zu samlen, so viel wie immer mir möglich seyn wird da es den zu seiner Zeit nicht ermangeln werde lassen Ewer Hoch. Wohlgebohrnen zu communiciren.

Die so vielfältige als grosse Gewogenheit und Umsorge für mir verbindet mich zu der höchsten verbindlichsten Danckbahrkeit gegen dem Herren Archiater, die ich auch niemahlen nicht, genuug werde wiederholen können, welches ich hiemit denn auch aufs demüthigste darlege, ich werde mich zeit lebens bemühen meine Erkentlichkeit nach allen Kräfften zu erweisen so lange sie in mir dauern. Und nichts wünsche und nichts bitte mehr als dieses Glück ferner beyzubehalten. Dürffte ich als denn mir etwas ausbitten so wäre dieses nach meiner Einsicht meinem Schicksaal vortheilhafft, dass ich eine Empfehlung von den Herren Archiater erlangte an den Herren Solander in London, vieleicht könte ich durch die Gewogenheit des bemeldeten Herren in Englischen Diensten kommen, oder andere Vortheile erhalten, ich weiss. Er weiss mein Aufenthalt, weil ich Saamen nach Engeland an einen reichen Mann gesant habe der Picott heisst, die Ihm für den Augen gekommen sind, bis jetzt habe keine Vortheile dafür gehabt. Ich habe auch Saamen an Philip Miller in London gesant zu 2ne mahlen aber keine Antwort nicht erhalten. Daher möchte auch nich an den H. Solander schreiben, obschon ich die Ehre gehabt habe Ihm im Hausse des Herren Archiaters zu kennen so fürchte doch dass ohne Empfehlung ein Voruhrtheil mir die Gunst rauben möchte. Mir sind zwar particulier Dienste bey den Engländern angebothen, aber ich habe es nicht annehmen wollen, fürs erste. Ich empfehle diese Sache völlig zu dem Gutachten des Herren Archiaters auf dass aller beste, und für allen dessen besten Andenckens. Nie werde unterlassen zu seyn

Ewer Hoch-Wohlgebohrnen
Untertähnigst gehorsamster Diener
Johann Gerhard König

Tranquebar d. 16 Februarii 1773.

     No. 1.

Hexandria trigynia, antea pro Saururo a me accepta Thamulis Kottu-Kalengu.

Radixtuberosa, fibrae capillaceae plurimae superius ex tubere emittens.

Scapus subsolitarius, erectus, teres striatus, glaber, inanis; basi debilis, inde cessante florescentia aquae aut terrae prosternans, compressiusculus, niveus; cetera pars scopi viridis.

Folia radicalia, fasciculatim conferta, petiolata, locis submersis natantia, exsiccatis terrae ineuntia, ovato-subhastata obtusiuscula, adulta lanceolata acuta, margine integerrima vix repanda, pagina superiore glabra nitida, inferiore, punctis minimis maculisque parvis obscurioribus insparsa, nervosa, nervis 7 & lineis transversalibus minimis, puncto prominenti calloso infra apicem notata.

Petioli flaccidi, obsolete triquetri glabri striati, scapo breviores.

Rachis subangulosa striata, per eruptionem corticis in spatham, lingulatim attenuata, tempore florescendi colorata, eo finito viridis.

Flores spicati, spica densa linearis, sexangularis, adulta stricta spatha tecta, initio florescendi ad infimam partem spicae, cum apice nutat.

Calyx, spatha univalvis, membranacea, tenerrima, fusca basi dehiscens, decidua.

Corolla nulla; loco hujus Bracteae binae infra partes fructificationis singulis floris, rachi innatare, clavatae integerrimae, apicibus obtusiusculis, parum con[ca]vae, subcarnosae, punctis micantibus inspersae, persistentes, tempore florendi simulac tota spica coeruleae, finito viridescunt.

Stamina filamenta 6 subulata, basi compressa, rachi innata, bracteis longiora, persistentia colorata.

Pistillum germen trirarius quadripartitum, singula erectiuscula, oblonga, acuta, glabra, basi subinflata, colorata. Stylus glaber, staminibus vix brevior. Stigma simplex obtusum saturatius colorata.

Pericarpium capsula trirarius quadripartita, ovato-obsoletae triquetra, inflata, glabra nitida punctata, latere interiori linea longitudinali carinata.

Semina tria ad quatuor quae maturescunt, licet rudimenta 7, oblonga striata nitida.

Habitat in locis inundatis paludiosis humidis, satis frequens inter oryzam. Floret mense Novembri, neque ad finem Januarii.[a][a] : MS1 Averrhoa acida Phyllanthi
species [added by Linnaeus in the
margin
].

     No. 2.

Diandria Monogynia, antea mihi Limosella diandra.

Radices fibrosae, confertae, capillaceae, simplices, niveae.

Caulis repens geniculatus, filiformis, glaber, subramosus, rami axillares alterni.

Folia opposita petiolata, patentia, terrae adpressae, subrecurvata lanceolata integerrima obtusa glabra, minutissime punctata. Nervus solitarius parum elevatus, subcarnosa.

Petioli planiusculi, in foliis disparentes. Stipulae Bracteae nullae.

Scapi axillares simplices alterni terminalesque, rarius oppositi, erectiusculi teretes nudi, tempore florescendi foliis paulo breviores.

Calyx perianthium monophyllum incurvatum, campanulatum, glabrum, tridentatum, denticulus tertius alteris major & patens, persistens.

Corolla monopetala tubulosa. Tubus supra basin parum constrictus limbus quadrifidus inaequalis, lacinia inferior major longior, reflexa minutissime in disco hirta, cliata, laterales minores reflexae, superior abbreviata bifida, stylo brevior.

Stamina filamenta duo, versus basin tubi corollae lateraliter, innata, adscendentia, compressa, tubo corollae vix breviora, antherae globosae majores.

Pistillum germen ovatum glabrum. Stylus membranaceus basi attenuatus, lanceolatus glaber, apice obtuso, incurvatus, labio superiori adpressus, per stamina adscendentia, coloratus ruber. Stigma ad apicem incrassatum styli, tenerrime barbatum.

Pericarpium capsula turbinata, calyce persistenti tecta, subcompressa, apice dehiscens.

Semina plurima minima, ovata fusca.

Habitat in solo argilloso, praesertim inundato, viget tempore pluviali, ceterisque temporibus, quando eorum locus natalis submersus est.

     No. 3.

Diandria Monogynia. An Species secunda prioris, sub

No. 1 depicta? Thamulis Pordulaci.

Radices fibrosae, fibrae confertae simplices, filiformes, albicantes.

Caules diffusi, numerosi (saepius magnam superficiem terrae, quae tempore pluviali submersa est occupantes) repentes, geniculati, teretes striati glabri albicantes. Rami ad genicula, praesertim ad priora stellatim conferti, versus adultiora, oppositi, axillares, longitudine inaequales.

Folia opposita petiolata patentia, terram adpressa, ovato-lanceolata, integerrima, obtusa, pagina superiori glabra, minutissime punctata, inferiore, avenca punctata inferiore, punctis elongatis immixtis & nitore albicantia, carnosa, terminalia stellatim conferta, magnitudine inaequalia, ut in Callitriche verna.

Petioli compressi, canaliculati marginati, caulem semiamplexantes, foliis multoties breviores.

Stipulae nullae. Pedunculi axillares, oppositi solitariique compressi, subtortuosi glabri, brevissimi.

Calyx perianthium monophyllum, patens, obtusum, versus apicem plicatum, angulis obtusiusculis, dupliciter denticulatum denticulis quinque paribus, marginato coloratis, persistens.

Corolla monopetala tubulosa infera, limbus inaequaliter quadrifidus, lacinia inferior major longior reflexa laterales minores reflexae, superior, latior eretiuscula bifida, calyce parum longior, tamen reliquis laciniis brevior. Ex his Faux rhomboidea.

Stamina filamenta duo intra faucem tubo latere inferiori adnata, tortuoso adscendentia, basi confluentia, compressa, vix longitudinem corollae attingentia. Antherae globosae parvae, flavicantes.

Pistillum germen globosum, glabrum nitidum. Stylus basi attenuatus, membranaceus ovatus parum concavus, incurvatus, glaber, margine praesertim versus apicem ciliatus, coloratus ruber; latere convexo sulcus minutissimus longitudinalis decurrens ad germen; an penetret haesito?

Stigma terminale parum incrassatum, barbatum.

Pericarpium capsula, globosa nitida calyce persistenti tecta, unilocularis. semina numerosa oblonga.

Habitat in locis glareosis tempore pluriali inundatis praecipue ad vicinia maris & in agris oryzaceis ab sale marino imbuto steriliores.

     Anmerkungen

No. 1. Es ist gantz offenbahr kennlich bey der sub No. 1 beschriebenen Pflantze, dass der Calyx eine Continuation des corticis ist, indem es sich an dem Ort wo der Spatha abgerissen auf einmahl mit einem Absatz verschmählert.

Die Figur der Wurtzeln hängt ab von dem Erdreich worinnen es wächst, bald sind die Knollen zur Seiten, bald perpendiculair, bald hat es unten einige Absätze, immer aber hat es die Fassern oben wie die Orchidei wurtzeln.

Die blätter sind in ihrer Figur auch sehr abändernt, ich habe sie von lancet förmigen bis zu den Eyformigen gefunden, welche letztere dem Potamog. natante gantzlich glichen; dieses hänget ab von der mehr und minderen tiefen des Wassers, darnach sie denn auch die Zeit hat zum wachsen. Nur einmal habe unter vielen hunderten zweene Scapi gefunden, der scapus ist neben der wurtzel deswegen schwach um so bald die schwehre der frucht ihm niederwirft, dass noch während dass Wasser genuug ist die Schwimmende und abfaulende Capsel mehr zerstreuet werden, ich habe die Capseln der Saamen wohl verfault niemahlen zersprungen gefunden.

Die Spica wenn sie gantz jung ist schmutzig grün, wenn es aber unten an der Spica zum blühen sich nähert so vermehret sich die schöne himmel blaue farbe, die den also die spica aufsteigt, wie dass blühen zunimt und so verlieret sich auch von unten die farbe wieder und wird aufs neue wieder grün, die obersten blüthen an der Spica sind offte unfruchtbahr, wozu dieses beytraegt, dass es im Wasser oder auf dem Moratz niederfält ehe die obersten zum blühen kommen können alles vergrössert sich an der Spica nur die bracteae bleiben in ihrer zur blüthe zeit gehabten grösse und sehen schmutzig grün aus, da sie vorher so schön schimmerten.

Vom Vieh wird diese Pflantze nicht berühret. Aber in schwehren Jahres Zeiten, werden die Wurtzeln von denen Einwohnern gegessen; ins besondere eignen sich diejenigen dass Recht zu die von dem Geschlecht sind, welche vom Küh und Ochsen zucht leben sollen, welche hier dass Geschlecht der Milis Männer genant werden.

No. 2. Den äuserlichen Ansehen nach gleichet diese Pflantze viel der Limosella die grösten habe 1 ½ Meile ins Königs land gefunden, wo der Piper Betel gepflantzet wird.

No. 3. Diese Pflantze wächst am liebsten wo die Erde etwas saltzig ist, man findet daher offte in denen Reiss äckkern wo der Reiss des satzigen Erdbodens nicht recht fort will gantze flekken hiemit bedeckt.

Dass Vieh berühret diese Pflantze nicht, der Geschmack ist saltzigt wiederigt, die schwartzen Einwohner brauchen die Pflantze fein zerquetscht auf geschwülste zu legen, mit einigen Nutzen.

upSUMMARY

Johan Gerhard KönigKönig, Johan Gerhard
(1728-1785). Danish. Physician, born in
Polish Livonia. Private pupil of
Linnaeus in 1757. Visited Iceland. Went
to Tranquebar in India, to Thailand and
Ceylon. He died on his way to Tibet.
Correspondent of Linnaeus.
thanks Linnaeus very much for the two letters [these letters, dated 9 November1770 and 26 November 1771, have not come down to us, see König to Linnaeus, 1 July 1772

] that he had received during the preceding year. He had wondered why he had not got anything.

König is also glad at Linnaeus’s approval and positive assessment of his work, which will make him continue. It is the only answer of this kind that König has got.

From Copenhagen, König has just had contempt and condescension, which surprises him very much. He has sent more than a hundred stuffed birds, some of which must be new, so he thinks he would be worth better. He has sent many letters to Linnaeus. König reminds Linnaeus that, in the letter sent last year [see König to Linnaeus, 1 July 1772], he had reported that the letter sent two years ago via Otto Fredrik MüllerMüller, Otto Frederik
(1730-1784). Danish. Zoologist.
Correspondent of Linnaeus.
does not seem to have reached Linnaeus, although Müller had told König that he had forwarded it. BlickkerBlickker, . , with whom König had sent the letter of last year, had been asked to look for the Munchhausea in China, and König had even given him part two of Systema naturae [König refers presumably to Systema naturae, 12th editionLinnaeus, Carl Systema
naturae
, 12th edition (Stockholm
1766-1768). Soulsby no. 62.
]; the second volume, ”Regnum Vegetabile” of the 12th edition was published in 1767]. Blickker had also been asked by König to look for the fructification of the rattan cane in Malacca, and König had shown him those parts of the Calamus Rotang which are alike but smaller. The natives eat both these fruits. To encourage Blickker, König had also given him a copy of Pehr Osbeck’sOsbeck, Pehr (1723-1805).
Swedish. Clergyman, botanist explorer.
Studied at Uppsala under Linnaeus
1745-1750. Chaplain on ships of the
Swedish East India Company on voyages to
China. Vicar of Hasslöv (Halland).
Correspondent of Linnaeus.
travel report [König refers to Dagbok öfwer en ostindisk resaOsbeck, Pehr Dagbok
öfwer en ostindisk resa åren
1750. 1751. 1752. Med anmärkningar
uti naturkunnigheten, främmande
folkslags språk, seder,
hushållning, m.m. [...] Jämte
12 tabeller och afledne
skepps-predikanten : Toréns
bref
(Stockholm 1757).
], which he did not know. König hopes that Blickker will be able to bring back something of interest to Linnaeus. Now, König intends to comment on Linnaeus’s letter [presumably the missing letter from Linnaeus to König, dated 26 November 26 1771] in the order the issues are given. König has not been able to find Munchhausea in the neighbourhood. He knows where it is and that he would find many other important things there, but the journey would cost him 100 daler.There are no filices nearby, except the Acrostichus thakitroides which is common in the rice fields. It is difficult to distinguish the different species of Scirpi, to König has decided to study the grasses especially. When König gets the new Mantissa [Mantissa plantarum altera, 2nd ed.Linnaeus, Carl Mantissa
plantarum altera
(1766), 2nd ed.
(Stockholm 1771). Soulsby no. 312.
], this study will start, and König will send several specimens to Linnaeus.To König, there are at least three species of oryza, rice. König thinks that he wrote about the wild rice last year. Another species has large, red spikes, and beside the most common there is also one that is totally black and that grows well even in a dry place. It is dangerous to eat, since it causes dysentery or indigestion that leads to death in just a couple of hours. Patients feel discomfort in the stomach, but the pulse becomes feeble, they defecate twice in a short time and then die. The natives are superstitious and think that an evil spirit is the cause, so they have feasts and ceremonies to avert this evil. König cannot find the fructification parts at the Marsilea that Pietro Antonio MicheliMicheli, Pietro Antonio
(1679-1737). Italian. Botanist, curator
of the botanical garden of Florence.
Before Linnaeus the leading authority on
cryptogames.
has told of, and the young fruit is covered with thick parts so that König has not seen anything remarkable. At first, it seems to resemble figs, as far as König has seen. König encloses a description of the Saururum. Of Phyllanthus, König finds 8 species, four of which are well-known and three others are new. The last is the Averrhoa acida, evidently a Phyllanthus. König would have sent flowers, but he must postpone that until next year.The description of the Limosella is enclosed together with that of another species that König does not refer to a special genus. König cannot tell much about the Chrystrix, but he has found in his notes that it is a Polygamia dioecia with one spike quite male, another an hermaphrodite. He describes its flower in detail. König saw it in two places on the Taffelberg and in the valley between this mountain and the Teufelsberg. He had looked for seeds, but they were not ripe. He has sent several specimens to Copenhagen and has just a few left of one of the variants, but he has looked again at these. König has not worked so much at botany this year, since he had been criticized from Denmark for devoting too much time to it. Instead, he has been very busy in medicine, and also there he has used Linnaeus’s “Collegium” on the “Systema Morborum” [König refers to Genera morborumLinnaeus, Carl Genera
morborum, in auditorum usum edita

(Uppsala 1763). Soulsby no. 979.
] and several other medical works which he has used, namely all by Börhave [König means Herman BoerhaaveBoerhaave, Herman (1668-1738).
Dutch. Professor of medicine, botany and
chemistry at Leiden. One of the most
influential professors of medicine of
the eighteenth century. Linnaeus visited
him during his stay in Holland.
Correspondent of Linnaeus.
], Gerhard van Swieten’sSwieten, Gerhard van
(1700-1772). Dutch. Pupil of Boerhaave.
Called by Maria Theresa to Vienna, where
he organised the public health system.
Correspondent of Linnaeus.
, Erläuterungen [König refers to Erläuterungen der Boerhaavischen Lehrsäze von Erkenntniss und Heilung der KrankheitenSwieten, Gerhard van
Erläuterungen der Boerhaavischen
Lehrsäze von Erkenntniss und
Heilung der Krankheiten / [Gerard van
Swieten] ; aus dem Lateinischen ins
Deutsche übersetzet
, 10 vols.
(Frankfurt & Leipzig,
1755-1775).
, a translation into German of his Commentaria in Hermanni Boerhaave aphorismos de cognoscendis et curandis morbisBoerhaave, Herman & Gerhard van
Swieten
Commentaria in Hermanni
Boerhaave aphorismos de cognoscendis et
curandis morbis
, 5 vols. (Leiden,
1742-1772).
], Friedrich Hoffman’sHoffmann, Friedrich
(1660-1742). German. Professor of
medicine at Halle.
, ”System. Med. Rat” [König refers to Medicina rationalis systematicaHoffmann, Friedrich Medicina
rationalis systematica
, 9 vols.
(Halle, 1718-1740).
], all “Conspectus” by Johann Juncker [Juncker published several textbooks in various editions under the title Conspectus, for example Conspectus medicinae theoretico-practicaeJuncker, Johann Conspectus
medicinae theoretico-practicae, tabulis
CXVI omnes primarios morbos methodo
Stahliana tractandos, exhibens

(Halle, 1718).
and Conspectus chemiae theoretico-practicaeJuncker, Johann Conspectus
chemiae theoretico-practicae : in forma
tabualrum repraesentatus, in quibus
physica, praesertim subterranea, et
corporum naturalium principia habitus
inter se, proprietates, vires et vsus
itemque praecipua chemiae pharmaceuticae
et mechanicae fundamenta e dogmatibus
Becheri et Stahlii potissimum
explicantur, eorundemque et aliorum
celebrium chemicorum experimentis
stabiliuntur
, 2 vols. (Halle,
1730-1738).
], and in addition to this some English [works] and in particular French new authors, such as Samuel-Auguste TissotTissot, Samuel-Auguste
(1728-1797). Swiss. Physician,
Lausanne.
, Rollin [presumably Charles RollinRollin, Charles E.
(1661-1741). French. Historian and
educator.
], Pierre PommePomme, Pierre (1728-1814).
French. Consulting physician at the
French royal court.
&c, he has partly compiled the history of medicine [from different works], partly from Johann Heinrich Schultze’s “Compendium” [König refers to Compendium historiae medicinaeSchulze, Johann Heinrich
Compendium historiae medicinae:a
rerum Initio ad excessum Hadriani
Augusti
(Halle, 1742).
], partly also from Stollen’s “Einleitung” [König presumably refers to Maximilian StollStoll, Maximilian (1742-1787).
Austrian. Physician. Professor at the
University of Vienna in 1776.
, but it is unclear which work he refers to] and Christian Gottlieb Jöcher’sJöcher, Christian Gottlieb
(1694-1758). German. Theologian,
librarian and lexicographer. Professor
of history at the University of Leipzig
in 1732 and from 1742, university
librarian in the Leipzig University
Library.
“gelehrte Lexicon” [König refers to the Allgemeines Gelehrten-LexiconJöcher, Christian Gottlieb
Allgemeines Gelehrten-Lexicon.
[With] Fortsetzung und Ergänzungen,
von J.C. Adelung (und H.W. Rotermund).
(Bd.7 herausg. von O. Günther), 7
vols. (Leipzig, 1750-1897),
]; anatomy he has learnt from Jacob Benignus WinslowWinslow, Jacob Benignus
(1669-1760). Danish. Anatomist.
Teaching anatomy at the Jardin du Roi in
Paris, from 1743 as a professor.
Converted to catholicism.
and for [the medical] practice he has learnt from Johann Friedrich CassebohmCassebohm, Johann Friedrich
(1698-1743). German. Professor of
anatomy, Halle and from 1741 in Berlin.
, which he has also used for [the treatment of] animals. He is glad to tell that he has been successful in this work, although it has prevented his botanical studies. However, a few days earlier, König had found an Ammannia, very similar to the latifolia, and he describes how it differs from this species. In addition, he has found a small fig tree, which he at first considered to be the Ficus pumila but now thinks it is new, since its leaves are unlike. It grows in bogs, and he just found one fruit on it this year since he came to its location, 1 ¼ mil away, too late. Among the factors that make botanical study so difficult in India, König mentions the fact that most species flower in the morning when he cannot usually go out to them. This has the result that several plants are disregarded. König was recently on a journey two mil inland and found several Convolvoli and Ipomoeae, and at least one of them is the baccata. At the same time, he found an Indigofera with a stem thick as a man’s arm, triangular leaves and flowers that resembled those of Indigofera trifoliate. König found an Ammannia with pink flowers and lancet-formed leaves. He sent seeds of this last year in the collection meant for Linnaeus, which GoetzcheGoetzche, German?. Surgeon. and Johannes von HoltenHolten, Johannes von
(1741-1816). Danish. Apothecary,
Helsingör.
had taken care of. In addition, König found a Vaiulantia, double as high as a man and with stalks as long as the leaves. There were not yet any flowers, so König plans to return to the place when the ship has left, and if he finds it a new species, he will describe it. In the wall around a small pagoda, König found a small Hedyotis with egg-shaped leaves and a few flowers. The god to whom the pagoda is built is said to be able to bring back that which is lost. It is presented in the form of a short, fat man with a nose like the trunk of an elephant. At an old and large pagoda, König had fund a plant that he considered to be a Targionia. He describes its leaves in detail. The seeds are not like dust but grains. There were several thousands of them at the pagoda. König has been there again after the rainy period, but he has not been able to add anything to his observations at the first visit. König has also seen a Robinia similar to Johannes Burmann’sBurman, Johannes (1707-1779).
Dutch. Botanist, professor of medicine
in Amsterdam. Close friend of Linnaeus.
Correspondent of Linnaeus.
emerus in his Thesaurus ZeylanicusBurman, Johannes Thesaurus
Zeylanicus, exhibens plantas in insula
Zeylana nascentes [...] Cura &
studio Joannis Burmanni
(Amsterdam
1737).
but unlike in a number of respects that König specifies. There is also a second species of the same, an annual plant as high as two men, with much larger leaves and also unlike in other details. It is common along the borders of the rice fields, while the one mentioned first is usually planted in hedges. At the entrance of the pagoda, there was an avenue of Crateva incornis, the fruit of which is considered sacred. König saw no flowers. König saw also several other species of trees that were new to him, but as they did not have flowers or fruits, he could not define them. One of the trees had very large folia pinnata and flowers growing on stalks, 1 ¼ ells long. The flowers were very far advanced and damaged, so König could only see that the species was a dioicista or a polygamista. He saw no fruits. A small Convolvulus with yellow flowers and heart-formed, dark-green leaves grew at the border of the road to the pagoda. In another place, König found a didynamista of the second order. He describes its stems, leaves and flowers in detail but adds that he will send a more complete description when he has also seen the fruits and the seeds. It grows in a grassland rather near the city, together with some Cunilae that König had described last year.

König wants to tell about a Panicus, which is included in the package to Linnaeus. There were some spikes that were larger than the others, which made König think that it could be a polygamista. However, when he squeezed these spikes, a red liquid appeared, and at the end, König saw that a small red worm lived in those spikes. He collected some spikes and kept them covered, but only one animal, which looked like an common fly, appeared. König could not make any careful investigation about the fly, and when he returned to the location to collect more, the proper time had already passed.

König would have preferred to send more to Europe this year, but the letters from Copenhagen had prevented him. The overall circumstances for this year constrainted him, but since he does not receive any acknowledgement in Denmark for what he does, he has prepared this sending for Linnaeus. However, as he does not send any seeds to Copenhagen, he does not dare to send seeds to Linnaeus either, which he hopes Linnaeus will understand. He promises he will continue his investigations and report his findings to Linnaeus.

Linnaeus’s consideration and friendliness towards König make him very grateful, and he will do his best to show this as long as he can. If he were to ask for something, it would be that Linnaeus sent Daniel SolanderSolander, Daniel (1733-1782).
Swedish. Naturalist, explorer. Student
in Uppsala under Linnaeus and Johan
Gottschalk Wallerius. Went to London in
1760. Curator of natural history
collections at the British Museum.
Botanist on Cook’s first voyage
1768-1771. Joseph Bank’s librarian.
Correspondent of Linnaeus.
in London a recommendation to arrange the transfer of König to work for the English. Solander knows about him, as König has sent seeds to Picott [presumably PigottPigott, British. ] and Philip MillerMiller, Philip (1691-1771).
British. Gardener of the Chelsea Physic
Garden. Corresponded with many
botanists. His rich herbarium was sold
to Joseph Banks. Correspondent of
Linnaeus.
in England, without getting an answer. König does not want himself to write to Solander, whom he met during his time in Uppsala. He feels he needs a recommendation from somebody like Linnaeus. König has been offered something by the English in India, but he has not been willing to accept it.

On fol. 185-186: three descriptions of plants, Hexandria trigynia = Saururus, Diandria monogynia = Limosella, Diandria monogynia Thamulis pordulaci and comments of drawings of these plants.

upMANUSCRIPTS

a. original holograph (LS, VIII, 181-186). [1] [2] [3] [4] [5] [6]

upTEXTUAL NOTES

a.
MS1 Averrhoa acida Phyllanthi species [added by Linnaeus in the margin].